Pubertät mit besonderen Effekten auf Alkoholkonsum

maedchen-strandAlkohol in der Pubertät mit entsprechenden Auswirkungen auf den späteren Alkoholkonsum – Das Entwicklungsstadium der Pubertät birgt eine besondere Gefahr hinsichtlich des Alkoholkonsums. Eine Studie zeigt, dass gerade während der Pubertät das Gehirn empfänglicher für Belohnungen ist, welche durch Suchtstoffe eingenommen werden. Der Grund hierfür liegt in den besonderen Entwicklungsveränderungen des Belohnungssystems in der Phase der Pubertät.

Ergebnis und Schlussfolgerung der Studie

Das Ergebnis der Studie von Wissenschaftlern des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit ist einerseits nachvollziehbar birgt aber auch eine Überraschung. So weist die Studie daraufhin, dass die starken physischen Veränderung in der Pubertät dazu führen, dass bei einem Beginn des Alkoholkonsums während der pubertären Phase, ein größeres Risiko für einen erhöhten Alkokohlkonsum im weiteren Leben nach sich ziehen kann. Dabei ist dieser Effekt der Pubertät so stark, dass sogar ein Beginn des Alkoholkonsums vor der Pubertät weniger negativ sein soll als während der Pubertät. Obgleich dieses Ergebnis kaum zu glauben ist, so scheinen die Wissenschaftler hier einen klaren Zusammenhang gefunden zu haben. Kurz zusammengefasst bedeutet dieses Ergebnis, dass wer in der Pubertät seine ersten Trinkerfahrungen macht, im späteren Leben ein erhöhtes Risiko besitzt eher mehr und regelmäßiger Alkohol zu trinken.

Welche Relevanz diese Ergebnisse haben dürften vielen Menschen heute noch gar nicht bewusst sein. Denn der Alkoholismus gehört heute zu den fünf Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO, welche wichtig für ein gesundes Leben sind. Das Gefahrenpotential welches Alkohol birgt, wird jedoch leider kaum realistisch eingeschätzt und dementsprechend auch in der Öffentlichkeit nicht entsprechend dargestellt.

Statistiken und Werte zu den Auswirkungen von Alkohol können hier schnell für Aufklärung sorgen. Besonders beeindruckend ist beispielsweise die Zahl der Sterblichkeit. Rund 200 Menschen sterben in Deutschland täglich an den Folgen von Alkoholkonsum bzw. von Alkohol in Kombination mit dem Rauchen. Nicht weniger beindruckend ist die geringere Lebenserwartung von Alkoholsüchtigen, welche 20 Jahre geringer ausfällt. Daneben gilt der Konsum von Alkohol als häufigste Ursache für Krankenhausaufenthalte wegen psychischer Erkrankungen. Es dürften noch zahlreiche weitere Negativrekorde im Zusammenhang mit dem Konsum von Alkohol bestehen. Insbesondere bei Verkehrsunfällen oder Gewaltdelikten dürfte häufig Alkohol ein wesentlicher Faktor für den Entstehungsgrund sein. Auffällig beim Alkohol ist das umfassende Zerstörungspotential. Einerseits dürfen zahlreiche schwere Erkrankungen auf einen jahrelangen Alkoholkonsum zurückgeführt werden. Andererseits kann Alkohol zu starken Kontrollverlusten führen, welche Unfälle oder Gewalt nach sich ziehen können.

Bei der Betrachtung dieser Auswirkungen, dürfte es heute keine weitere Droge mit solchen starken und negativen Effekten geben, welche legal zugänglich ist und auch für Jugendliche leicht verfügbar ist. Daneben durchdringt Alkohol alle gesellschaftlichen Schichten und ist zumindest in der westlichen Welt fester kultureller Bestandteil. Auf Grund dieser starken Verankerung ist zumindest eine entsprechende Aufklärung zu den Gefahren äußerst wichtig. Ein Beispiel für eine Kampagne zur Alkoholaufklärung bietet die gemeinsame Kampagne „Alkohol? Kenn Dein Limit.“, von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit dem Verband der privaten Krankenversicherung (PKV).

ebenfalls interessant ....

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.