Privatpatienten mit illegalen Verhütungsspritzen behandelt

Über 50.000 nicht zugelassene Verhütungsspritzen haben Frauenärzte in den Jahren 2008 bis 2011 an ihre Patientinnen verabreicht. Das geht aus einer erschreckenden Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hof und des Zollfahndungsamts in München hervor.

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300 Gynäkologen in Deutschland beteiligt

Die Verhütungsmittel stammen aus der Türkei und wurden zahlreichen Patientinnen empfohlen, die zur Verhütung auf die Drei-Monats-Spritze vertrauen. Fast 300 Gynäkologen in ganz Deutschland waren an dem Schmuggel beteiligt, das Zentrum des Rings lag offenbar in Tschechien. Vor dort wurde der Handel von der Türkei nach Deutschland organisiert.

Für die betroffenen Patientinnen dürfte diese Meldung für ein leichtes Unbehagen sorgen. Zwar unterscheiden die veröffentlichten Zahlen nicht nach privat und gesetzlich Versicherten, doch darf man davon ausgehen, dass die Drei-Monats-Spritze auch bei privat versicherten jungen Frauen ein beliebtes Verhütungsmittel ist, das nicht regelmäßig eingenommen werden muss. Ob das in Deutschland bisher nicht zugelassene Medikament zur Empfängnisverhütung irgendwelche gesundheitlichen Schäden verursachen kann, ist bisher nicht bekannt.

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