Private Krankenversicherung Selbstbeteiligung

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Private Krankenversicherung Selbstbeteiligung: Umfassende Informationen zu den Regelungen der Selbstbeteiligung in der PKV.

Die Private Krankenversicherung Selbstbeteiligung ist der Teil an den Krankheits- und Behandlungskosten, die der Versicherte aus eigener Tasche zahlen muss. Die Selbstbeteiligung wird auch als Selbstbehalt oder Eigenanteil bezeichnet. Ihre Höhe steht in direktem Zusammenhang zur Höhe der Monatsbeiträge für die private Krankenversicherung. So sorgt eine hohe Private Krankenversicherung Selbstbeteiligung für niedrige Beiträge, weil der Versicherer damit einen geringen Teil der Kosten zu zahlen hat. Die Selbstbeteiligung steht damit für die Summe der jährlichen Krankheits- und Behandlungskosten, die der Versicherte selbst zu tragen hat, bevor eine Leistungspflicht der Versicherung greift.

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Eine niedrige Private Krankenversicherung Selbstbeteiligung dagegen erhöht das Risiko des Versicherers, mit hohen Erstattungen bedacht zu werden. Aus diesem Grund verlangt er dafür eine höhere Beiträge. Die Tarifwelt ist in der Selbstbeteiligung äußerst flexibel, so dass der Versicherungsschutz ganz an die Möglichkeiten des Versicherten angepasst werden kann.

Beispiel Private Krankenversicherung Selbstbeteiligung und sinkender Jahresbeitrag für die private Krankenversicherung - Quelle: finanzenlounge.com
Beispiel Private Krankenversicherung Selbstbeteiligung und sinkender Jahresbeitrag für die private Krankenversicherung – Quelle: finanzenlounge.com

Private Krankenversicherung Selbstbeteiligung für bestimmte Berufsgruppen in der PKV

Selbständige
Für Selbständige bietet sich oft eine hohe Selbstbeteiligung in beinahe allen Tarifen an, denn damit sinkt der Monatsbeitrag. Mit einer Selbstbeteiligung von bis zu 600 Euro sind Selbständige häufig bereits gut abgesichert.

Arbeitnehmer
Angestellte und Arbeitnehmer erwarten häufig eine niedrige Selbstbeteiligung für die private Krankenversicherung, da ihre Beiträge zum Teil von dem Arbeitgeber mitgetragen werden. Arbeitnehmer können deshalb auch einen höheren Beitrag akzeptieren. Eine niedrige Selbstbeteiligung ist für Angestellte jedoch auch interessant, da der Arbeitgeber die Selbstbeteiligung nicht erstatten muss. Hier müssen unter Umständen Angestellte den gesamten Betrag dann selbst entrichten. Wer in einem Unternehmen beschäftigt ist, in dem der Arbeitgeber die volle Selbstbeteiligung übernimmt, kann von einer entsprechend hohen Selbstbeteiligung profitieren.

Mediziner
Für Mediziner kann ein Selbstbehalt häufig im Rahmen der ambulanten Versorgung sinnvoll sein. Denn Ärzte und auch andere medizinische Fachrichtungen wie Zahnärzte sind häufig in der Lage sich selbst bzw. gegenseitig zu behandeln. Hierin kann auch die Begründung liegen, weshalb es spezielle PKV Tarife für diese Berufsgruppe gibt.

In jedem Fall verursacht die Private Krankenversicherung Selbstbeteiligung für den Versicherten zusätzliche Kosten. Aus diesem Grund muss sie zu seinen finanziellen Möglichkeiten passen. Je nachdem welche Wünsche mit der Mitgliedschaft in der PKV verbunden sind, wird die Höhe der Selbstbeteiligung individuell festgelegt. Wer geringe Beiträge für die private Krankenversicherung entrichten möchte, ist geneigt eine hohe Selbstbeteiligung zu akzeptieren.

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Gestaltung Private Krankenversicherung Selbstbeteiligung im PKV Tarif

Die Selbstbeteiligung kann je nach Tarif als absolute Summe pro Jahr angegeben sein oder als prozentualer Anteil an jeder einzelnen Rechnung. Außerdem kann sich der Eigenanteil auf alle drei Bereiche der Krankenversicherung beziehen – den ambulanten, den stationären und den dentalen – oder nur auf einzelne, ausgewählte Teilbereiche.

Komplette bzw. Absolute Selbstbeteiligung
Hierbei kann sich die Selbstbeteiligung auf das gesamte Leistungsangebot für die private Krankenversicherung beziehen. Darin enthalten sein können Leistungen aus dem ambulanten, stationären und dentalen Bereich. Insbesondere die Kompakt-Tarife besitzen solche Bedingungen. Ausnahmen hiervon gibt es bei Vorsorgeuntersuchungen und für stationäre Leistungserbringungen. Für diese Bereiche gibt es auch immer wieder Kompakt-Tarife, bei denen die Selbstbeteiligung keine Anwendung findet.

Selbstbeteiligung in Teilbereichen bzw. Bausteinen
Diese Form der Selbstbeteiligung wird in der Regel für modular aufgebaute Tarife der privaten Krankenversicherung verwendet. So können beispielsweise bei Leistungen für den ambulanten Bereich der Selbstbehalt Anwendung finden und stationäre Leistungen davon jedoch unberührt bleiben.

Prozentualer Selbstbehalt
Der prozentuale Selbstbehalt stellt auf eine anteilige Kostenbeteiligung ab. Dabei wird ein fest definierter Prozentsatz definiert, welcher dazu führt, dass nur der vereinbarte prozentuale Anteil als Selbstbeteiligung selbst getragen werden muss. Zusätzlich zur prozentualen Regelung wird eine Höchstgrenze für den Selbstbehalt definiert. In der Praxis kann diese Regelung dann folgend aussehen: Bei einem vereinbarten Prozentsatz von 30% werden 70% der Kosten vom Krankenversicherer erstattet. Sobald die vereinbarte Höchstleistung eines Jahres erreicht ist, werden die gesamten Leistungen erstattet.

Hinweis:
Die Private Krankenversicherung Selbstbeteiligung findet stets nur für einzelne Personen Anwendung und beginnt mit jedem Kalenderjahr von vorne.

In der Tariflandschaft der privaten Krankenversicherer gibt es Selbstbehalte in allen Größenordnungen, so dass der Versicherte hier ganz nach seinen individuellen Möglichkeiten wählen kann. So haben einige Tarife überhaupt keinen Selbstbehalt, während andere eine Selbstbeteiligung in Höhe von mehreren 1.000 Euro pro Jahr vorsehen. Üblicherweise sind die Tarife in der Selbstbeteiligung gestaffelt und beginnen mit etwa 300 Euro pro Jahr. Die maximale Selbstbeteiligung liegt dann bei rund 1.200 Euro.

Änderungen und Wechselmöglichkeiten

Die private Krankenversicherung ist insbesondere auch aufgrund der individuellen Vertragsgestaltung für viele Menschen interessant. So ist es nicht unerheblich den Krankenversicherungsschutz den jeweiligen Lebensabschnitt entsprechend anzupassen. Diese Logik gilt auch für die Gestaltung der Selbstbeteiligung. Ganz nach der Kostenberechnung vieler Gesellschaften, kann es sinnvoll sein, solange man noch jung ist, sich in einem Tarif mit hoher Selbstbeteiligung zu versichern. Im Alter kann dann auch der Selbstbehalt dem Lebensabschnitt angepasst werden und dementsprechend ein Tarifwechsel vorgenommen werden. Hierbei sollte allerdings bereits beim Einstieg in die private Krankenversicherung auf die Vertragsmodalitäten geachtet werden. Eine Wechselmöglichkeit in einem PKV Tarif mit geringerer Selbstbeteiligung sollte dann bereits im Vertrag zugesichert werden.

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Gesunde mit Vorteilen bei der Selbstbeteiligung

Versicherte die nicht oft einen Arzt aufsuchen profitieren besonders von der Eigenbeteiligung. Insbesondere wenn es sich um modulare Tarife für die private Krankenversicherung handelt. Die Selbstbeteiligung ist hierbei zwar häufig auf den ambulanten Bereich abgestellt, doch die Möglichkeiten dabei zu sparen sind relativ hoch.

Bei kompakten Tarifen für die private Krankenversicherung, ist das Sparpotential jedoch weniger hoch, je höher die Selbstbeteiligung ausfällt. Kompakt-Tarife der PKV bieten in der Regel das gesamte Leistungsportfolio der Vollversicherung an. Wer gesund ist und weniger häufig zum Arzt geht, sollte dennoch vor einer Entscheidung genau abwägen, welche Höhe der Selbstbeteiligung und welches Tarifmodell das beste Sparpotential bietet.

Hinweis Selbstbeteiligung und Beitragsrückerstattungen

Geht man selten zum Arzt, kann eine hohe Selbstbeteiligung interessant sein, wenn der Tarif Beitragsrückerstattungen vorsieht. Dann kommt man bei einem Verzicht auf Versicherungsleistungen in den Genuss von Beitragsrückerstattungen, die den Monatsbeitrag noch einmal senken.

Die optimale Höhe der Selbstbeteiligung

Die Höhe des Eigenanteils muss letztlich in Abstimmung mit den Bedürfnissen des Versicherten festgelegt werden. Wer einen günstigen Versicherungsschutz sucht, kann mit einer hohen Selbstbeteiligung sehr zufrieden sein. Wer an hochwertigen Leistungen interessiert ist und einen Arbeitgeberzuschuss erhält, kann auf einen niedrigen Eigenanteil abstellen. Die Private Krankenversicherung bietet mit der Selbstbeteiligung ein spannendes Maas an Beitragsflexibilisierung. Wie hoch die Selbstbeteiligung für die private Krankenversicherung letztendlich sein muss, kann in einem Beratungsgespräch beim Versicherungsmakler geklärt werden können.

Private Krankenversicherung Selbstbeteiligung –  Vorteile und Nachteile

Der zunächst wesentlichste Vorteil einer Selbstbeteiligung für die private Krankenversicherung, stellt das Sparpotential hinsichtlich des zu zahlenden Beitrages dar. Für Gesellschaften, welche PKV-Tarife mit Selbstbehalt anbieten ergeben sich Vorteile auf der Kostenseite. So werden Kosten beispielsweise allein deshalb eingespart, weil Kunden in entsprechenden Tarifen geringe Rechnungen weniger oft einreichen. Zusätzlich sind Versicherte sensibilisiert hinsichtlich der Behandlungskosten und reagieren entsprechend. Das Sparpotential der Versicherer kommt zu guter Letzt den Versicherten wieder zu Gute, da Versicherer die Einsparungen in den Tarifen an die Versicherten durchreichen.

Ein wesentlicher Nachteil der Selbstbeteiligung liegt in einer entsprechend geringeren Bezuschussung durch den Arbeitgeber, hinsichtlich des Beitrages für die private Krankenversicherung. Hier verzichtet der privat Versicherte Angestellte auf Geld von seinem Arbeitgeber. Ein weiterer Nachteil ist eine Verringerung der Steuerersparnis. Privat Versicherte können für die private Krankenversicherung die Prämien bis zur Höhe der Grundversorgung als Sonderausgaben voll absetzen. Die Selbstbeteiligung verringert diesen monatlichen Beitrag.

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