Private Krankenversicherung oder Gesetzliche

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Eine Gegenüberstellung oder eine Entscheidung für die private Krankenversicherung oder die gesetzliche Krankenversicherung ist stets nur im Einzelfall zu bewerten. Je nach persönlicher Lebenssituation und gewünschten Leistungen kann sowohl die PKV als auch die GKV besser sein. Die private Krankenversicherung kann oftmals deutlich bessere Leistungen bieten und hat zudem die Möglichkeit den zu zahlenden Beitrag sehr gering zu halten.

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GKV im Kurzüberblick

Die gesetzliche Krankenversicherung legt ihre Leistungen anhand der Vorgaben des Gesetzgebers fest. Leistungskürzungen sind damit jederzeit möglich, der Versicherte hat darauf keinen Einfluss. Die Beiträge berechnen sich aus dem gesetzlich festgelegten einheitlichen Beitragssatz und dem monatlichen Bruttoarbeitsentgelt. Hinzu kommen können Zusatzbeiträge, deren Höhe der Versicherer in seinem Ermessen festlegen kann. Hinsichtlich der Leistungen hat der Versicherte nur wenige Möglichkeiten, den Versicherungsschutz individuell nach seinen Wünschen zu gestalten. Die Versicherer unterscheiden sich jedoch durch Bonusprogramme aller Art.

Die Private Krankenversicherung im Kurzüberblick

Die private Krankenversicherung dagegen basiert auf einem privaten Vertrag zwischen dem Versicherten und der Krankenkasse. Leistungskürzungen können von der Gesellschaft nicht vorgenommen werden, die Leistungen gelten, solange der Vertrag nicht gekündigt ist. Die Beiträge berechnen sich nach dem Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand des Versicherten sowie nach den von ihm gewünschten Tarifleistungen. Der Versicherungsschutz in der privaten Krankenversicherung ist damit vollständig auf die persönlichen Wünsche des Versicherten zu zuschneiden. Er kann ebenso einen preiswerten Basisschutz wählen wie eine hochwertige, etwas teurere Premiumabsicherung. Neben diesen Grundsätzen gibt es vor allem einen ganz wesentlichen Unterschied zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung – die Leistungen in der privaten gelten als wesentlich besser als diejenigen der gesetzlichen Kassen.

Vertragliche Regelungen der Leistungen im Vergleich

Ein Vorteil der privaten Krankenversicherung ist insbesondere, dass sie ihre Leistungen aufgrund eines Vertrags mit dem Versicherten individuell festlegt. Von diesen Leistungen darf nicht abgewichen werden. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist das anders, hier kann der Gesetzgeber problemlos entscheiden, Leistungen kurzfristig zu streichen.

Vor- und Nachteile Beiträge

Als Privatversicherter kann man seinen PKV Beitrag selbst beeinflussen anhand der gewählten Kostenerstattungen. Diese Möglichkeit gibt es in der GKV nicht. Der Nachteil der PKV ist allerdings, dass die Beiträge für die Private Krankenversicherung im Alter steigen. Viele Versicherte haben deshalb Angst vor untragbaren Beiträgen im Alter. In der GKV ist der Beitrag mit dem Erreichen der Beitragsbemessungsgrenze limitiert. Beide Systeme sehen sich aber mit steigenden Kosten konfrontiert, deren Finanzierung nicht gesichert ist.

Individuelle Faktoren PKV oder GKV

Die Entscheidung für oder gegen die private Krankenversicherung will gut überlegt werden, und sie kommt immer auf die persönlichen familiären und gesundheitlichen Umstände des Versicherten an. Eine private Krankenversicherung ist für junge, gesunde Versicherte gut geeignet, die keine Familie absichern wollen. Diese Personengruppe darf sich über die guten Leistungen in der PKV freuen und profitiert gleichzeitig von günstigen Beiträgen in jungen Jahren.

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Wer aber gesundheitliche Probleme hat, muss mit gravierenden Risikozuschlägen rechnen. Der PKV Beitrag wird dann schnell teuer und kann den Beitrag der gesetzlichen Kassen übertreffen. Diese wiederum kalkulieren die Prämie auf der Basis des Einkommens und mit dem Krankenkassen Beitragssatz, nicht aber anhand des Gesundheitszustands.

Auch wenn eine Familie zu versichern ist, kann die GKV die kostengünstigere Variante sein, denn sie sichert Kinder und Ehepartner ohne Einkommen kostenfrei ab. In der PKV fällt für diese Personengruppe ein eigener Beitrag an.

Entscheidung Private Krankenversicherung oder Gesetzliche Krankenversicherung
Eine private Krankenversicherung kommt vor allem für Versicherte in Frage, welche keine Familienangehörigen zu versichern haben, die kein eigenes Einkommen erwirtschaften. Denn selbige sind in der gesetzlichen Krankenversicherung ohne eigene Beiträge mitzuversichern.

Ebenso kommt eine PKV meist nur für Versicherte in Frage, die keine Vorerkrankungen oder gesundheitliche Risikofaktoren vorzuweisen haben. Gesunde Versicherte profitieren gerade in jungen Jahren von günstigen Beiträgen. Im Fall von Vorerkrankungen können die Gesellschaften Risikozuschläge geltend machen, die zum Teil über 100 Prozent liegen. Damit wird der Versicherungsbeitrag mehr als doppelt so teuer und für den Versicherten kaum noch zu bezahlen.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile gesetzliche Krankenkassen

  • Kostenfreie Familienabsicherung (Kinder und Ehepartner)
  • Krankenkassenbeitrag unabhängig von Alter und Gesundheitszustand
  • Beitragsfreiheit während des Mutterschutzes
  • Gesundheitszustand ohne Beitragsfolgen
  • Höheres Mutterschaftsgeld

Absicherung mit Vorteilen für:

  • Familien mit Kinder
  • Versicherte mit Gesundheitsproblemen
  • Studenten

Vorteile private Krankenversicherung

  • Hohes Leistungsniveau
  • Flexible Beitragsgestaltung
  • Freie Wahl der Krankenhauses
  • Freie Arztwahl
  • Beitragsrückerstattungen möglich bei Nichtinanspruchnahme von Leistungen

Absicherung mit Vorteilen für:

  • Junge Menschen
  • Menschen mit hohen Einkommen
  • Beamte

Vor einem Wechsel in die PKV ist gut zu überlegen, ob sie wirklich die sinnvollere Alternative ist. Der Weg zurück in die GKV ist dann nur noch unter teilweise eingeschränkten Bedingungen möglich, so dass der Abschluss einer privaten Krankenversicherung immer gut überlegt sein will

Es kommt also immer auf die Prüfung des Einzelfalls an, welches System der Krankenversicherung besser geeignet ist.

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