Private Krankenversicherung Gesundheitsprüfung

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Eine Gesundheitsprüfung für die Private Krankenversicherung ist insbesondere für die Ermittlung der Beitragshöhe relevant. Denn die private Krankenversicherung bestimmt ihre Beiträge unter anderem nach dem Gesundheitszustand des Versicherten. Wer mit Risikofaktoren oder Vorerkrankungen belastet ist, muss mit höheren Beiträgen rechnen als gesunde Versicherte, im Zweifelsfall kann der Versicherungsschutz auch ganz abgelehnt werden. Damit kommt der Gesundheitsprüfung bei der Beantragung des Versicherungsschutzes eine elementare Bedeutung zu.

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Gesundheitsprüfung Kalkulation PKV Beiträge

Mit der Gesundheitsprüfung stellt der Versicherer fest, ob ihm mit dem neuen Kunden ein erhöhtes Versicherungsrisiko droht. Um bei Kunden mit medizinischen Problemen nicht allein das Risiko hoher Kosten zu tragen, wird für vorbelastete Versicherte üblicherweise ein Risikozuschlag verlangt. Dieser kann mit über 100 Prozent des Beitrags immens hoch sein. In diesem Fall wälzt der Versicherer einen großen Teil des Risikos der erhöhten Kosten auf den Versicherten ab. Der Beitrag kann also aufgrund des Risikozuschlags sehr teuer werden. Deshalb gilt gerade für Versicherte mit Vorerkrankungen, dass ein Wechsel in die private Krankenversicherung gut überlegt sein will. Es kann vor dem finanziellen Hintergrund durchaus sinnvoller sein, in solchen Fällen weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.

Umfang und Informationen zu den Gesundheitsfragen
Im Rahmen der Gesundheitsprüfung für die PKV werden unterschiedlichste Fragen aus dem ambulanten, stationären und dentalen Bereich gestellt. Sie zielen darauf ab, ein möglichst umfassendes Bild vom aktuellen Gesundheitszustand des Versicherten zu zeichnen. Deshalb wird unter anderem nach Übergewicht gefragt oder nach stationären Aufenthalten während der letzten fünf oder zehn Jahre. Festgelegt wird das von der jeweiligen Gesellschaft in ihrem eigenen Ermessen. Auch ambulante Operationen können von Bedeutung sein. Im Zahnbereich werden fehlende Zähne erfragt oder ob eine Zahnbehandlung in Kürze erfolgen muss.

In jedem Fall müssen die Gesundheitsfragen für die Krankenvollversicherung wahrheitsgemäß beantwortet werden. Ist das nicht der Fall, widerspricht der Versicherte seinen vorvertraglichen Anzeigepflichten, die im schlimmsten Fall sogar zu einem Verlust des Versicherungsschutzes führen können.