Private Krankenversicherung Expats

Private Krankenversicherung Expats
Foto: ©iStock.com/Dean Mitchell
Private Krankenversicherung Expats: Informationen zu den aktuellen Regelungen für Expats. Hier lesen Sie welche Absicherung (gesetzliche Krankenkasse, private Krankenversicherung) in welchem Fall für Expats in Deutschland in Frage kommt.

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Wer als Fachkraft aus dem Ausland für mehrere Monate oder Jahre in Deutschland arbeiten will, sieht sich zunehmend einem großen Angebot an attraktiven Arbeitsplätzen gegenüber. In immer mehr Branchen ist ein erheblicher Mangel an gut ausgebildeten Kräften zu verzeichnen, der durch Mitarbeiter aus dem Ausland mindestens teilweise abgedeckt werden soll. Doch wie steht es eigentlich um die Absicherung im Krankheitsfall für diese Mitarbeiter? Welche Vorschriften müssen sie beachten, und wie läuft überhaupt die Krankenversicherung für die als „Expatriates“ bezeichneten Fachkräfte aus dem Ausland?

Expats unterliegen deutschem Sozialversicherungssystem

Grundsätzlich gilt die Richtlinie, dass die in Deutschland tätigen Mitarbeiter aus dem Ausland dem deutschen Sozialversicherungssystem unterliegen. Somit sind spätestens mit der Aufnahme der Tätigkeit alle Vorschriften zu klären, die für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung in Deutschland gelten. Von größerer Bedeutung ist die Dauer des geplanten Aufenthalts. Bleibt man nämlich nur einige Wochen in Deutschland, um hier vielleicht vorübergehend beruflich in einer anderen Filiale zu unterstützen, gelten nach dem deutschen Sozialversicherungssystem andere Richtlinien als bei einem mehrjährigen und zeitlich nicht begrenzten Aufenthalt als angestellter ausländischer Arbeitnehmer. Um im Krankheitsfall Probleme zu vermeiden, setzt man sich am besten frühzeitig mit dem Arbeitgeber sowie mit der örtlichen Krankenkasse in Verbindung. Nur so ist schon im Vorfeld des geplanten Aufenthalts zu klären, wie der Versicherungsschutz gegen Krankheiten aussehen soll und welche Regeln einzuhalten sind.

Zeitliche Befristung schließt Sozialversicherungspflicht aus

Wenn Mitarbeiter nur einige Wochen in Deutschland bleiben, um für einen kurzen Zeitraum in einer Filiale auszuhelfen, genügt der Abschluss einer Krankenversicherung aus dem Heimatland, die dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland entspricht. Der Arbeitnehmer ist dann im Krankheitsfall ausreichend geschützt, muss aber keine separate deutsche Krankenversicherung abschließen. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Entsendung schon im Voraus zeitlich befristet ist. Die Dauer der Entsendung spielt dagegen keine Rolle. Es muss vor dem Antritt der Reise lediglich klar sein, dass es sich um einen zeitlich begrenzten Aufenthalt handelt, und die Dauer muss bereits definiert sein. Der Arbeitnehmer kann in diesem Fall weiter bei seiner ausländischen Krankenversicherung versichert bleiben. Ganz andere Regeln kommen zur Anwendung, wenn es sich um einen längeren Aufenthalt handelt, der keiner Befristung unterliegt.

Diese Regeln gelten für angestellte Arbeitnehmer

Wenn ausländische Erwerbstätige bei einem Arbeitgeber in Deutschland tätig werden, kommen die gleichen Bestimmungen der Sozialversicherung zur Anwendung wie für deutsche Arbeitnehmer. In vielen Branchen reisen Expats aus dem Ausland mit einer Blue-Card ein, auch andere behördliche Genehmigungen für die Aufnahme einer Beschäftigung kommen zur Anwendung. Die geltende Versicherungspflicht ist davon allerdings unberührt. Vielmehr gilt für Expats in Deutschland in einem Angestelltenverhältnis ebenfalls die Krankenversicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse, sofern ein Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze bezogen wird.

Häufig verdienen die sehr hoch qualifizierten Fachkräfte aber schon zu Beginn ihrer Tätigkeit in Deutschland ein Einkommen, das die Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung überschreitet. Für diese Mitarbeiter besteht dann zwar das Recht, sich gesetzlich versichern zu lassen, doch es kommt auch der Abschluss einer Private Krankenversicherung Expats in Frage. Da sich der Versicherungsbeitrag in der GKV nach dem Einkommen bemisst und da dieses Einkommen bei Expats recht hoch sein wird, könnte eine private Krankenversicherung die kostengünstigere Variante für einen umfassenden Versicherungsschutz sein. In jedem Fall lohnt sich vor dem Wechsel in die private Krankenversicherung ein Vergleich, welche Alternative preiswerter ist und die besseren Leistungen verspricht.

Private Krankenversicherung Expats: Überschaubares Angebot an Tarifen

Wer sich als ausländischer Entsandter privat versichern will, muss wissen, dass das Angebot an Tarifen relativ überschaubar ist. Die Tarifauswahl ist letztlich nicht vergleichbar mit dem Spektrum an Tarifen für privat versicherte Arbeitnehmer aus Deutschland. Dennoch lohnt sich ein Vergleich der Tarife, um den Kandidaten mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. An dieser Stelle unterscheidet sich die Frage nach dem perfekten Versicherungsschutz für Expats nicht wesentlich von der Frage nach der optimalen Absicherung für deutsche Mitarbeiter. Es gibt derzeit einige sehr etablierte Anbieter am Markt für die private Krankenversicherung, die ihren Versicherten einen optimalen Versicherungsschutz bieten. Einige Arbeitgeber haben auch separate betriebliche Krankenversicherungen abgeschlossen, um ihren Mitarbeitern aus dem Ausland einen optimalen Schutz zu günstigen Konditionen zu gewährleisten. Hier lohnt es sich, alle Möglichkeiten genau zu recherchieren, um den idealen Versicherungsschutz im Krankheitsfall zu identifizieren.

Private Krankenversicherung Expats – Versicherungsschutz ist frei wählbar

Expats in Deutschland müssen wissen, dass die private Absicherung im Krankheitsfall nach Wunsch zusammengestellt werden kann. Grundsätzlich deckt die Krankenversicherung die ambulante Betreuung durch niedergelassene Ärzte und Heilpraktiker sowie die stationäre Behandlung bei einem Krankenhausaufenthalt ab. Hinzu kommt der dentale Bereich mit Leistungen für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie. Der privat Versicherte kann sich aus den umfangreichen Leistungen der privaten Krankenversicherung aussuchen, welche Kostenerstattungen er im Krankheitsfall wünscht. Als Anhaltspunkt mag gelten, dass die Kosten für den Versicherungsschutz mit der Höhe der Kostenerstattungen steigen. Es empfiehlt sich also, einen Schutz im Krankheitsfall zu wählen, der einerseits optimal an den individuellen Wünschen des Versicherten ausgerichtet ist und der andererseits dauerhaft bezahlbar bleibt.

Expats erhalten einen Arbeitgeberzuschuss

Wie deutsche Arbeitnehmer erhalten auch Mitarbeiter aus dem Ausland im deutschen Krankenversicherungssystem einen Zuschuss des Arbeitgebers zu ihren Versicherungskosten. Dieser Zuschuss wird in der gesetzlichen Krankenversicherung ebenso gezahlt wie in der privaten Krankenversicherung. Allerdings ist er im Jahr 2015 auf 301,25 Euro im Monat begrenzt. Liegt der Beitrag für die private Krankenversicherung des Versicherten bei maximal 602,25 Euro im Monat, zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den gleichen Anteil. Sobald der PKV-Beitrag allerdings höher ist, zahlt der Arbeitnehmer einen höheren Anteil am Beitrag. Dennoch erlaubt der Arbeitgeberzuschuss die Wahl eines hochwertigen Tarifs für die private Krankenversicherung, der hohe Kostenerstattungen auch bei Leistungen gewährt, die deutlich über dem Standard der gesetzlichen Kassen liegen.

Hochwertiger Versicherungsschutz für schnelle Genesung

Für Expatriates kann sich ein hochwertiger Schutz im Krankheitsfall auszahlen, denn sie wollen bei Krankheiten optimal betreut werden, um schnell wieder für ihren Arbeitgeber einsatzfähig zu sein. Schon vor dem Hintergrund der besseren Leistungen kann sich der Abschluss einer privaten Krankenversicherung für diese Berufsgruppe durchaus lohnen. Meist wird es hier weniger im Vordergrund stehen, einen sehr günstigen Versicherungsschutz mit überschaubaren Leistungen abzuschließen. Vielmehr wollen die ambitionierten Fachkräfte aus dem Ausland häufig sicher sein, im Krankheitsfall optimal versorgt zu sein, um für ihren Arbeitgeber bald wieder im Einsatz sein zu können.

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