Private Krankenversicherung verliert weiter an Versicherten

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Foto: ©iStock.com/LifeJourneys
Zum Jahresende 2014 gab es etwa 55.000 Versicherte weniger als noch im Jahr 2013.

Sinkende Zahlen in der privaten Krankenversicherung und schleppende Nachfrage in der Pflegezusatzversicherung: Das ist das Bild, das der aktuelle Map-Report für die private Krankenversicherung im Augenblick zeichnet. Zum Jahresende 2014 gab es etwa 55.000 Versicherte weniger als noch im Jahr 2013. Insgesamt waren zu diesem Zeitpunkt rund 8,8 Millionen Versicherte privat versichert. Die Daten aus dem Map-Report bestätigen die Ergebnisse aus anderen Studien, die ebenfalls eine sinkende Versichertenzahl in der privaten Krankenversicherung belegt hatten.

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Der große Gewinner des Jahres war die Debeka. Sie hat im Jahr 2014 insgesamt 29.600 Versicherte in der Vollversicherung gewonnen. Die HUK-Coburg kommt mit 4.152 neuen Versicherten auf den zweiten Rang, die HanseMerkur folgt mit 1.932 Neuabschlüssen vor der AXA auf dem dritten Platz. Die Verlierer waren die DKV mit einem Rückgang von 21.618 Versicherten, die Central mit einem Minus von 21.225 Kunden und die Allianz mit einer Reduzierung um 13.801 Versicherte.

Auch bei den Pflegezusatzpolicen ergibt sich kein erfreuliches Bild. Zwar soll im Segment noch immer ein enormes Wachstumspotenzial bestehen. Doch es reichte offenbar nur um einen Zuwachs von durchschnittlich 4,5 Prozent. Insgesamt sind derzeit rund 2,46 Millionen Versicherungspolicen im Bestand der Versicherer. Die DKV ist der größte Anbieter im Bereich Pflegezusatzversicherung. Sie hält derzeit etwa 380.000 Verträge, die Allianz folgt mit 270.000 Policen auf dem zweiten Platz. Die Bayerische Beamtenkrankenkasse hält immerhin 258.000 Kunden und kommt auf Rang drei.
Die niedrigen Zinsen zeigen nach Meinung der Analysten Wirkung auf die Kapitalanlagen der Anbieter. Die Nettorendite sank von 4,03 Prozent im Jahr 2013 auf nur noch 3,91 Prozent zum Jahresende 2014. Immerhin sieben Gesellschaften kamen aber auf Erträge von über vier Prozent. Die HanseMerkur hält die höchste Nettorendite mit 4,74 Prozent. Mit 4,53 Prozent folgt die Debeka auf dem zweiten Rang. Bei den Altersrückstellungen positionieren sich die DKV und die Debeka auf den ersten beiden Plätzen.

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