Private Krankenversicherung: Mitglieder-Schere geht auseinander

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Im vergangenen Jahr haben die privaten Krankenversicherer erneut einen Rückgang im Neugeschäft zu verzeichnen.

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Ein interessanter Trend ist derzeit am PKV-Markt zu beobachten. Nur etwa 20 Prozent der Versicherer haben ihre Mitgliederzahlen im Jahr 2014 ausgebaut. Die Debeka bleibt wiederum mit dem größten Zuwachs an der Spitze, sie ist weiterhin der größte Anbieter. Bei der DKV sind dagegen sinkende Zahlen zu verzeichnen. Damit scheint die Schere zwischen dem größten und den kleineren Anbietern immer weiter auseinanderzugehen.

Im vergangenen Jahr haben die privaten Krankenversicherer erneut einen Rückgang im Neugeschäft zu verzeichnen. Mit einem Minus von 55.600 gibt es zum Jahresende nur noch gut 8,8 Millionen Vollversicherte. Bei den einzelnen Unternehmen gibt es sehr unterschiedliche Entwicklungen, wie der DfG – Dienst für Gesellschaftspolitik jetzt mit aktuellen Zahlen beweist.

Die Debeka weist zum Beispiel eine Mitgliedszunahme von 30.000 Vollversicherten aus. Die HUK-Coburg zählt über 4.000 neue Versicherte, die HanseMerkur mehr als 3.400. Einen enormen Rückgang um 22.000 Mitglieder hat die DKV zu melden, trotzdem sehen die Verantwortlichen dort den größten Nachfragerückgang bei den Versicherten als überstanden an. Auch bei der Central wurde der Rückgang zum zweiten Mal halbiert, er beträgt jetzt nur noch 21.000 Vollversicherte. Und schließlich musste auch die Allianz einen Rückgang von über 10.000 Versicherten verkraften.

Offenbar bleibt die Debeka unangefochten an der Spitze der privaten Krankenversicherer. Es gab auch keine größere Bewegung unter den zehn ersten Plätzen. Die Debeka zählt mit knapp 2,3 Millionen Mitgliedern mit weitem Abstand zum größten privaten Krankenversicherer. Es folgt die DKV und die AXA.

Ob die großen Verlierer Mitglieder an die großen Gewinner abgeben müssen, weiß man dagegen nicht. Im Bericht wird leider nicht nachgehalten, zu welchem Versicherer die kündigenden Verbraucher abwandern. Eine solche Beobachtung wäre sicher interessant, denn sie könnte noch deutlicher belegen, dass die Schere der Mitgliederzahlen zwischen dem besten und den schwächeren Gesellschaften offenbar auseinandergeht.

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