Private Krankenversicherung mit guter Perspektive

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Der Vorsitzende der PKV weist auf die gute Ausgangslage der privaten Krankenversicherung hin.

Der Chef des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) hat kürzlich auf die Verbesserungen und Reformen der privaten Krankenversicherung hingewiesen. Insgesamt sieht Uwe Laue die private Krankenversicherung in einer sehr guten Position. Noch vor wenigen Jahren musste sich die private Krankenversicherung regelmäßig starker Kritik aussetzen. Im Fokus standen hierbei häufig Beitragssteigerungen. Aber auch eine etwaige Bevorzugung von Privatpatienten gegenüber Kassenpatienten bei Arztbesuchen wurde immer wieder als ungerecht angeprangert. Es scheint als wären die kritischen Stimmen nun etwas verstummt und die Versicherer der PKV nutzen die Zeit um sich zu reformieren.

Noch vor der letzten Bundestagswahl im Herbst 2013 wurde die private Krankenversicherung als System von einigen Parteien bereits in Frage gestellt. Und so kam es, dass auch das Krankenversicherungssystem als Wahlkampfthema herhalten musste. Häufig wurde dabei das Konzept der Bürgerversicherung vorgestellt. Im anschließenden Koalitionsvertrag der Regierungsparteien war allerdings nun nichts mehr zur Zukunft der privaten Krankenversicherung zu finden. Auch Verbesserungen des dualen Krankenversicherungssystems scheinen bisher nicht umgesetzt zu werden. Uwe Laue, Chef des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), bedauert diesen Zustand.

Die Versicherer der privaten Krankenversicherung nutzen die Zeit, um mittels Reformen auf die stärksten Kritikpunkte mit Taten zu reagieren. Insbesondere der Vorwurf mangelnder Transparenz beim internen Tarifwechsel wurde in der kürzeren Vergangenheit begegnet. Hierzu wurde beispielsweise ein umfassender Leitfaden zur kundenfreundlichen Anwendung entwickelt. Zusätzlich wurde der private Krankenversicherungsschutz auf ein Mindestniveau definiert. Daneben hat der Verband irreführender Werbung im Internet den Kampf angesagt. Jahrelang wurde insbesondere im Internet mit PKV-Beiträgen „ab 59 Euro“ geworben. Diese Angebote haben mit der Realität nichts gemein und rufen neben verärgerten Interessenten auch Verbraucherschützer auf den Plan. Denn gerade Menschen in finanzieller Not können sich von diesen Billig-Angeboten angesprochen fühlen und wechseln dann in die private Krankenversicherung um ausschließlich Kosten zu sparen. Diese Rechnung geht jedoch selten auf, insbesondere wenn solche Billig-Tarife so kalkuliert werden, dass eine starke Beitragsanhebung in naher Zukunft erfolgen muss.

Im Bereich der privaten Krankenzusatzversicherungen sind die Erfolge der privaten Versicherer derzeit am beeindruckendsten. Innerhalb von 10 Jahren hat sich die Anzahl der Verträge um etwa 60 Prozent erhöht.

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1 Antwort

  1. Das die private Krankenversicherung eine gute Perspektive hat lässt sich einfach behaupten. Insbesondere wenn solche Aussagen vom PKV-Verband direkt geäußert werden, dann riecht es doch ein wenig nach Schönrederei. Aber immerhin; die schlechte Presse der vergangenen Jahre ist der PKV in den letzten Monaten erspart geblieben. Vermutlich liegt das am fehlenden Wahlkampf.

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