Preiskampf der Krankenkassen hat begonnen

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Die BIG Krankenkasse ist einer der ersten Anbieter, die ihren Beitrag von 15,5 auf 15,3 Prozent reduzieren.

Mit der Freigabe des neuen Beitragssatzes in der gesetzlichen Krankenkasse hat der Preiskampf der Wettbewerber endgültig begonnen. Die BIG Krankenkasse ist einer der ersten Anbieter, die ihren Beitrag von 15,5 auf 15,3 Prozent reduzieren. Es dürfte spannend sein zu sehen, wie der Kampf um die gesetzlich Versicherten in den nächsten Monaten weitergeht. Die Situation ist aus den 1990er Jahren bestens bekannt und scheint nun ein Revival zu erleben. Die Krankenkassen können abhängig von ihrer finanziellen Ausstattung Vorteile bei den Beiträgen anbieten.

Der bisherige Beitragssatz wurde von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent gesenkt. Zu dem einheitlichen Beitragssatz von 14,6 Prozent kommt aber ein Zusatzbeitrag hinzu, der allein vom Versicherten zu zahlen ist. Die BIG legt diesen Zusatzbeitrag nun auf 0,7 Prozent fest und bietet ihn damit um 0,2 Prozent günstiger an als der Branchendurchschnitt. Mit einem Beitrag von 15,3 Prozent hebt sich die BIG Krankenkasse somit derzeit positiv vom Wettbewerb ab.

Es bleibt interessant zu beobachten, wie sich der Wettbewerb am Markt entwickeln wird und ob es tatsächlich zu weiteren Fusionen der Gesellschaften kommen wird. Doch zukünftig haben die Krankenkassen nicht nur das Argument der Bonusprogramme und der Sondertarife auf ihrer Seite, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren. Vor allem der Beitrag wird in den kommenden Monaten ausschlaggebend sein, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Wer also seinen Beitrag zukünftig reduzieren will, kann recht problemlos von einer gesetzlichen Krankenkasse zu einer anderen wechseln. Beachten muss man lediglich, dass innerhalb von 18 Monaten nur ein einmaliger Wechsel möglich ist. Nach einem Wechsel ist man also für 18 Monate an den neuen Versicherer gebunden. Außerdem können Preisanhebungen bei jedem Versicherer folgen, deshalb ist ein heute günstiger Beitrag nicht allein ausschlaggebend bei der Entscheidung für eine Krankenkasse. Dessen ungeachtet dürften die neuen Beitragssätze durchaus für Bewegung am Markt sorgen.

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2 Antworten

  1. Gerade auf die Leistungen und insbesondere den Erstattungen kommt es doch an. Was habe ich davon ein paar Euro zu sparen und wenn dann Kostenerstattungen benötigt werden knausert die Krankenkasse. Gerade hier wäre mehr Transparenz dann bei Zeiten angenehm. Vielleicht in Form von Krankenkassen-Bewertungsplattformen. Ähnlich wie bei Reisen oder Hotels.

  2. Na da bin ich mal gespannt. Ganz so einfach wie der Wechsel der KFZ-Versicherung wird es sicher nicht. Irgendwie ist das auch nicht so Tradition alle Jahre wieder die Krankenkasse zu wechseln. Aber wer weiß; wenn ich sehe, dass eine andere Krankenkasse wirklich deutlich günstiger bei gleichen Leistungen ist; dann vielleicht.

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