Popcorn-Lunge durch E-Zigarette?

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Foto: ©iStock.com/amnarj2006
Eine aktuelle Diskussion in den USA beschäftigt sich mit weiteren Themen rund um die E-Zigarette und möglichen Gefahren für die Gesundheit.

Bisher ging man davon aus, dass E-Zigaretten deutlich weniger schädlich sind als die herkömmlichen Tabak-Zigaretten. Außerdem sollen sie dabei helfen vom Tabak-Rauchen loszukommen. Eine aktuelle Diskussion in den USA beschäftigt sich mit weiteren Themen rund um die E-Zigarette und möglichen Gefahren für die Gesundheit. Die Wissenschaftler der Harvard Chan School of Public Health haben den Dampf der E-Zigaretten genauer untersucht und sollen dabei festgestellt haben, dass sich in ihm mehrere, schädliche Substanzen befinden können. Eine dieser gefährlichen und jetzt entdeckten Stoffe steht im Verdacht, die Lunge zu schädigen und dadurch eine sogenannte „Popcorn-Lunge“ zu verursachen.
Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher vor einigen Tagen in der wissenschaftlichen US-Fachzeitschrift „Environmental Health Perspectives“.

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80 Prozent der Liquids sollen betroffen sein

Von den 51 untersuchten Liquids (Aromastoffe) sollen 39 Produkte betroffen sein. Sie enthielten Diacetyl, eine sehr gefährliche Chemikalie. Durch sie kann eine chronische Entzündung der Atemwege ausgelöst werden.

Der Stoff, den man von Popcorn kennt

Diacetyl findet sich ebenfalls im Butter-Aroma von Popcorn und genau durch dieses Diatecyl wurden bereits zahlreiche Arbeiter in Popcorn-Fabriken krank. Darum gab man der Krankheit den Namen „Popcorn-Lunge“.
Diese Liquids sind besonders betroffen

Die Aromastoffe „Zuckerwatte“, „Fruchtmischung“ und „Cupcake“ sollen besonders gefährlich sein. In ihnen wurden zusätzlich zum Diacetyl noch weitere schädliche Chemikalien entdeckt. Auch das Lösungsmittel Aceton ist darunter. Man findet es zum Beispiel im Nagellackentferner.

Fazit
Die Forscher sollen sich daher einig sein, dass die gesundheitlichen Bedenken bei E-Zigaretten weitaus größer sein könnten als man bisher annahm.

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Quelle: www.bild.de

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3 Kommentare

  1. Genau, wie mein Vorredner dargestellt hat, ist Diacetyl vor allem ein Problem der Tabakzigarette und nicht der elektrischen Zigarette. Die täglich aufgenommene Konzentration eines gewöhnlichen Rauchers von Tabakzigaretten ist je nach Berechnungsansatz um bis zu 972 mal höher als beim durchschnittlichen E-Zigaretten Konsumenten.
    Darüber hinaus kann man Diacetyl in E-Liquids eleminieren, was die meisten europäischen Hersteller auch auf Konsumentendruck schon längst tun. Bei der Tabakzigarette ist das nicht möglich, weil der Stoff dort prozessbedingt bei der Verbrennung von Kohlenhydraten im Tabak entsteht.

  2. Das enzig sinnvolle auf dieser Seite ist Achims Kommentar. Für einen Arbeitskreis eine schwache Leistung wenn man keine Zeit zur Kontrolle seiner Quellen hat kann man es auch lassen, dann sieht man hinterher nicht so unglaubwürdig aus.

  3. - ” Hier wird (wieder einmal) mit viel Geschick, eine Mücke zu einem ausgewachsenen Elefanten aufgeblasen! Ein durchschnittlicher Raucher nimmt durch Tabakrauch bis zu 8.660 µg Diacetyl am Tag auf und damit knapp 1.000 mal mehr als im Durchschnitt in dieser Studie gefunden wurde.
    Tabakrauchen gilt zwar ansonsten als Risikofaktor für jede Menge Krankheitsbilder, jedoch nicht als Risikofaktor für die sog. „Popkorn-Lunge“.
    Außerdem sind die betrachteten chem. Verbindungen Diacetyl, 3-Hydroxy-2-butanon und Acetylpropionyl in der Europäischen Union als Lebensmittelaromen zugelassen und gelten somit in den entsprechenden Konzentrationen als „Sicher für den Endverbraucher“. –
    blog.rursus.de/2015/12/diacetyl-es-ist-einfach-dinge-kompliziert-zu-machen/

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