Polyneuropathie – Neuer Wirkstoff aus Mutterkraut

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Foto: ©iStock.com/Tempura
In Düsseldorf haben Wissenschaftler jetzt einen Wirkstoff getestet, der Patienten mit einer Polyneuropathie vielleicht bald helfen könnte.

Kribbeln und Schmerzen in den Händen und Füßen sowie ein unangenehmes Taubheitsgefühl können erste Anzeichen einer Polyneuropathie sein. Verursacht werden diese Beschwerden durch geschädigte Nerven. Eine Polyneuropathie kann unter anderem durch Diabetes, eine Krebstherapie oder einen zu hohen Konsum von Alkohol entstehen, denn all dies verursacht eine Schädigung der Nerven.

In Düsseldorf haben Wissenschaftler jetzt einen Wirkstoff getestet, der Patienten mit einer Polyneuropathie vielleicht bald helfen könnte. Es handelt sich um bestimmte Inhaltsstoffe des sogenannten Mutterkrauts. Im Universitätsklinikum Düsseldorf testete man diese an Mäusen. Nach der Behandlung waren die Tiere wieder in der Lage ihre, vorher gelähmten, Zehen zu bewegen.

Was ist eine Neuropathie genau?

Als Neuropathie bezeichnet man eine Erkrankung des peripheren Nervensystems. Damit sind beinahe alle Nerven im Körper gemeint, bis auf diejenigen in Rückenmark und Gehirn. Wer an solch einer Neuropathie leidet, hat meist sehr unangenehme, brennende Schmerzen an Händen und Füßen. Fast immer müssen Schmerzmittel eingesetzt werden, die aber oft nur bedingt helfen.

Jetzt haben die Wissenschaftler der Klinik für Neurologie in Düsseldorf die begründete Hoffnung vielen Patienten mit Polyneuropathie demnächst mit Hilfe eines Wirkstoffes aus Mutterkraut gezielter helfen zu können. Der Wirkstoff der Heilpflanze wird bereits seit einiger Zeit bei Migräne eingesetzt. Nun soll er Patienten mit einer Neuropathie dabei helfen die geschädigten Nerven wieder zu regenerieren.

Es sind die sogenannten Parthenolide der Pflanze, die bei den getesteten Mäusen gute Erfolge hervorriefen. Die Tiere konnten bereits nach einer Woche Therapie ihre Zehen wieder bewegen, die bis dahin durch eine Nervenerkrankung gelähmt waren.

Allerdings bedarf es noch weiterer Studien, um diesen völlig neuartigen Therapieansatz auch für die Anwendung beim Menschen möglich zu machen.

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Quelle: www.focus.de

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