PKV vor neuen Standardleistungen?

Es ist eine Nachricht, die Fragen aufwirft: Nach einem Bericht der Ärzte Zeitung sollen zukünftig Mindeststandards für PKV-Tarife eingeführt werden. Im Zentrum der Bemühungen soll die ambulante Psychotherapie stehen, aber auch der offene Hilfsmittelkatalog bedarf der Überarbeitung. Angeblich habe die PKV an dieser Stelle deutlichen Nachholbedarf gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung.

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PKV Verband sieht keine Leistungsvorschriften
Tatsächlich erklärte nun der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV), dass die Gesellschaften mit keinerlei Vorschriften bezüglich der Leistungen der einzelnen Tarife konfrontiert seien. Wenn ein Versicherer den Bedarf nach einem Tarif mit sehr hoher Selbstbeteiligung und sehr geringen Leistungen sieht und dafür eine extrem niedrige Versicherungsprämie bieten könne, sei das allein seine Entscheidung, denn kein Tarif unterliege irgendwelchen Mindeststandards. Allerdings sei nach Meinung des Verbandes zum Jahresende sowieso eine Überarbeitung der Minimalleistungen zu erwarten, muss doch die PKV ihre Tariflandschaft auf die anstehenden Unisex-Tarife umstellen.

Keine starken Auswirkungen auf Beiträge erwartet

Gravierende Auswirkungen auf die Versicherungsprämien seien allerdings nicht zu erwarten, betont der Verband, hätte man doch in der Vergangenheit Leistungen erstattet, die nach den Versicherungsbedingungen nicht zu erstatten gewesen wären. Versicherte in der privaten Krankenversicherung dürfen also gespannt abwarten, ob diese Minimalstandards tatsächlich in der PKV Einzug halten.

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