PKV-Versicherte sind offen für Datenweitergabe an Versicherer

Datenweitergabe an Versicherer
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Umfrage Datenweitergabe an Versicherer: Für die Weitergabe von Daten an den Versicherer für die private Krankenversicherung zeigen sich die Kunden offen, trotzdem ist eine gewisse Zurückhaltung zu beobachten.

Der große Teil der privat Versicherten würden die Digitalisierung nutzen, um sich in medizinischer Hinsicht besser zu versorgen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die die Versicherungskammer Bayern durchführte. Bei den digitalen Services sind vorrangig Angebote im Bereich Fitness und Prävention gefordert. Für die Weitergabe von Daten an den Versicherer zeigen sich die Kunden offen, trotzdem ist eine gewisse Zurückhaltung zu beobachten. Die Umfrage wurde von der Versicherungskammern Bayern, von der Bayerischen Beamtenkrankenkasse und der Union Krankenversicherung gemeinsam durchgeführt. Ende März 2018 wurde eine Onlinebefragung ins Leben gerufen, bei der 300 Teilnehmer ihren Rücklauf gaben.

Die Umfrage Datenweitergabe an Versicherer im Überblick

Die Mehrzahl der Befragten war der Meinung, dass die Digitalisierung dazu geeignet sei, die medizinische Versorgung zu verbessern. Über 75 Prozent der Befragten waren dieser Meinung. Über 66 Prozent teilten die Meinung, dass sie ein Bonusprogramm nutzen würden, wenn es für gesundheitsbewusstes Verhalten angeboten wird. Mehr als 50 Prozent würden ihr Verhalten anpassen, wenn sie eine Prämie bekommen, um mehr Sport zu treiben oder um sich vernünftiger zu ernähren. Begrüßenswert fanden es die Befragten, wenn sie ihre Gesundheitsdaten selbst online verwalten können. Telemedizinische Angebote werden recht positiv beurteilt, obwohl sie im Augenblick in Deutschland offiziell noch nicht erlaubt sind.

Bewertet wurden auch die Apps der Versicherer. Hier stehen die Bereiche Gesundheit, Prävention und Fitness im Raum. Über 50 Prozent hatten in der Befragung angegeben, dass man die App nutzen wolle oder dies aktuell schon tue. Immerhin 50 Prozent waren damit einverstanden, ihre Angaben auch an den Krankenversicherer weiterzugeben, wenn er im Gegenzug individualisierte Angebote oder Leistungen zur Verfügung stellen könnte. Allerdings war man nur bereit, Daten zum Alter, zur Größe und zum Gewicht an den Versicherer weiterzuleiten. Zu körperlichen Beschwerden war die Bereitschaft zur Weitergabe deutlich geringer, und auch zu Diagnosen oder zum Nikotinkonsum wollte man keine Aussagen treffen.

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