PKV-Verband warnt vor Adresshandel für die private Krankenversicherung

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Jetzt weist sogar der PKV-Verband darauf hin, dass Adresshändler derzeit offenbar an persönliche Daten von Privatversicherten gelangen wollen und sich dazu einer neuen Taktik bedienen.

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Der Handel mit Adressen ist in der privaten Krankenversicherung ein immer wiederkehrendes Thema, das datenschutztechnisch äußerst heikel ist und das die Datenschutzbehörde schon mehrfach auf den Plan gerufen hat. Jetzt weist sogar der PKV-Verband darauf hin, dass Adresshändler derzeit offenbar an persönliche Daten von Privatversicherten gelangen wollen und sich dazu einer neuen Taktik bedienen. Der Anrufer gebe sich als Vertreter des PKV-Verbands aus und biete eine Tarifoptimierung an. Als Betroffener sollte man den Namen und die Nummer des Anrufenden notieren und im besten Fall einen Strafantrag bei der zuständigen Polizeibehörde stellen.

Aufgefallen war der Vorfall, weil Betroffene sich beim Verband der privaten Krankenversicherer in Berlin gemeldet hatten und nachgefragt hatten, ob aktuell tatsächlich eine Umfrage unter den privat Versicherten durchgeführt würde. Der Initiator agiert offenbar mit einer Telefonnummer aus München, der Anrufer gibt sich als Mitglied des PKV-Verbands aus. Im Gespräch erwähnt man eine Veränderung des Paragraphen 204 des Versicherungsvertragsgesetzes, nach dem der vorhandene Vertrag optimiert werden solle. Es gehe konkret darum, Geld für den Versicherten zu sparen und zu prüfen, ob sich der Versicherungskonzern an die gesetzlichen Vorgaben halte. Mit diesem Vorwand soll der Versicherte offenbar gelockt werden.

Nachdem sich in den vergangenen Tagen mehrere PKV-Versicherte beim Verband gemeldet haben und das Vorgehen kritisiert haben, geht der Verband nun in die Offensive. Explizit weist die Geschäftsführung darauf hin, dass die Mitarbeiter des Verbands in keinem Fall vertriebsorientierte Telefonate führen. Dies seien unlautere Werbemethoden, die letztlich dem Ruf der Branche schaden. Vor diesem Hintergrund habe man die zuständige Datenschutzbehörde informiert und die Bundesnetzagentur über den Missbrauch der Rufnummern in Kenntnis gesetzt. Ob das Vorgehen der Anrufer strafbar sei, dürfte zu einem späteren Zeitpunkt juristisch zu entscheiden sein. Derzeit fordert der PKV-Verband die Betroffenen auf, den Namen und die Rufnummer der Anrufenden festzuhalten und die Polizeibehörde einzuschalten.

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