PKV-Verband: Bei zu hoher Beitragserhöhung Tarifwechsel

Beitragserhöhung Tarifwechsel
PKV-Verband nimmt Stellung zu Beitragserhöhungen 2018 – Bei zu hoher Beitragserhöhung Tarifwechsel in der privaten Krankenversicherung.

Ab 2018 erhöht die Mehrzahl der privaten Krankenversicherer ihre Beiträge. Begründet wird diese Maßnahme mit den allgemeinen Kostensteigerungen im medizinischen Bereich und mit den weiterhin niedrigen Zinsen. Eine Beitragserhöhung kann unter Umständen mit einem kostenfreien PKV-Tarifwechsel aufgefangen werden. Dazu rät der PKV-Verband, wenn die Erhöhung zu groß ausfallen sollte.

Gründe Beitragserhöhung private Krankenversicherung

Rund neun Millionen privat Versicherte müssen sich zum 01. Januar 2018 wieder auf aktuelle PKV Beitragserhöhungen einstellen. Das gab der PKV-Verband gerade bekannt. Neben den normalen Kostensteigerungen im deutschen Gesundheitswesen sind die anhaltend geringen Zinsen der Verursacher für die steigenden Beiträge. In der privaten Krankenversicherung werden jedes Jahr Rückstellungen gebildet, damit die Beiträge im Alter bezahlbar bleiben. Diese Rückstellungen werden von den Gesellschaften angelegt. Leider sind die Zinsen weiterhin so niedrig, dass der fehlende Anteil Verzinsung durch Anhebungen der Beiträge ausgeglichen werden muss. So wird der Versicherte in der PKV letztlich zum Sparen gezwungen. Der PKV-Verband geht davon aus, dass die Beiträge durch die geringen Zinsen auch in Zukunft steigen werden. Für das Jahr 2018 sieht man nach ersten Trends einen moderaten Anstieg im einstelligen prozentualen Bereich voraus.

PKV-Verband rät: Bei zu starker Beitragserhöhung Tarifwechsel

Für nahezu alle Versicherer wird es zunehmend schwer, den Kalkulationszins in Höhe von 2,75 Prozent auf die Rückstellungen zu erzielen. Dieser Zins ist in den letzten Jahren ständig gesunken, er liegt im Jahr 2017 schon bei 2,8 Prozent. Zwar liegt die Verzinsung im Durchschnitt noch bei 3,07 Prozent, doch es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Werte nicht mehr zu erreichen sind. Nimmt man dann noch die Kostensteigerungen für Behandlungen hinzu, die im letzten Jahr um sechs Prozent in die Höhe gegangen sind, wird klar, warum die privaten Versicherer ihre Beiträge erneut erhöhen. Es dürfte aber das erste Mal sein, dass der PKV-Verband selbst mit einer ausführlichen Erläuterung dazu Stellung genommen hat und damit auch zur Aufklärung beiträgt. Für den Fall einer Beitragsanhebung raten die Experten übrigens zu einem kostenfreien Tarifwechsel.

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