PKV-Schuldenerlass: Ein Angebot ohne Nachfrage

hand-kugelschreiberBisher stellten erst 5.000 Nichtversicherte den erwarteten Antrag – Nur noch bis zum 31. Dezember 2013 haben betroffene Nichtversicherte Zeit, den Antrag auf Erlass der Beitragsschulden zu stellen.

Es sollte eine Erleichterung für Privatversicherte sein, die ihre Beiträge in der Vergangenheit nicht bezahlen konnten: Das Gesetz zum Erlass von Beitragsschulden sollte dafür sorgen, dass diese Menschen wieder einen akzeptablen Versicherungsschutz erhalten, ohne ihre Schulden zurückzahlen zu müssen. Doch jetzt scheint es, als sei dieser Versicherungsschutz nicht gewollt, denn bisher stellten erst 5.000 Nichtversicherte den erwarteten Antrag. Über 100.000 Menschen sind in Deutschland derzeit allerdings nicht versichert. Diese Zahlen sprechen für sich, doch selbst Experten der Branche streiten darüber, worin die fehlende Akzeptanz der säumigen Beitragszahler begründet ist.

Noch bis zum 31. Dezember 2013 haben betroffene Nichtversicherte Zeit, den Antrag auf Erlass der Beitragsschulden zu stellen. Damit der Schuldenerlass greift, muss man länger als drei Monate nicht krankenversichert sein. Im Gegenzug werden auch Behandlungskosten, die in der versicherungsfreien Zeit anfielen, nicht erstattet.

Die Ursache der massiven Beitragsschulden liegt meist darin, dass zwar eine Pflicht zum Nachweis einer Krankenversicherung besteht, doch viele Versicherte können die erforderlichen Beiträge kaum zahlen.

Wer sich für den Schuldenerlass entscheidet, kann in den Notlagentarif der PKV wechseln, der pro Monat lediglich 100 Euro kostet und eine Akutversorgung gewährleistet. Damit die Frist korrekt eingehalten ist, muss der Antrag bis zum 27. Dezember per Einschreiben und Rückschein bei der Krankenversicherung gestellt sein.

Jetzt weisen sogar die Krankenversicherungen darauf hin, dass Eile geboten ist und dass die gesetzte Frist kurz vor dem Ablauf steht. Auch für die Experten der Branche ist derzeit nicht ersichtlich, warum nicht mehr Versicherte von dem Angebot der Kassen und Privatversicherer Gebrauch machen. Klar ist, dass eine Versicherungspflicht in Deutschland besteht und dass die Problematik in jedem Fall irgendwann zu lösen ist. Nicht umsonst weisen die Versicherer derzeit darauf hin, dass die Lösung des Problems allenfalls verschoben ist, nicht aber aufgehoben sein kann.

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