PKV-Kostenübernahme für Laserbehandlung bei Haarwuchs?

Recht-und-GesetzGesetzlich Versicherte haben keinen Anspruch auf die Kostenübernahme einer Laserbehandlung bei Haarwuchs. Wie sieht es bei den privaten Versicherern aus? – Übermäßiger Haarwuchs ist für Frauen ein lästiges kosmetisches Problem, es ist allerdings kein Fall für die Krankenkassen, beschied nun das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen. Danach haben gesetzlich Versicherte keinen Anspruch auf die Kostenübernahme einer Laserbehandlung, könnten die Haare doch auch mit einer Nadelepilation entfernt werden.

Zwar war die Klägerin an dieser Stelle anderer Meinung und verwies auf die schmerzhafte Behandlung, doch in der Verhandlung wiesen die Richter dieses Begehren nun ab. Über den therapeutischen Nutzen eine Laserbehandlung gebe es noch keine gesicherten Ergebnisse, so die Argumentation der Richter, vielmehr sei die Nadelepilation als wirksame Methode anerkannt, die nicht dadurch auszuschließen sei, dass sie langwierig oder schmerzhaft sein könne. Weitere Rechtsmittel des Verfahrens wurden nicht zugelassen (Az. L 1KR 443/11).

Die interessante Frage dürfte an dieser Stelle sein, wie ein privater Krankenversicherer entscheiden würde. Ein vergleichbares Urteil liegt derzeit in der Rechtsprechung noch nicht vor, ein Blick auf die Tarifwelt zeigt aber, dass auch für privat Versicherte hier mit Problemen zu rechnen sein sollte. Allenfalls ein teurer Tarif mit sehr großzügiger Kostenerstattung könnte die Laserbehandlung zulassen, von kostengünstigen Einsteigertarifen dürfte das nicht zu erwarten sein.

[KV Vergleich]

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