PKV erwartet Rechnungszins-Anpassung

Kaum steht die Einführung der Unisex-Tarife mit ihren Auswirkungen auf die Tarifkalkulation kurz vor dem Abschluss, winkt in der PKV die nächste Veränderung am Horizont: Die Branche erwartet eine Anpassung des Rechnungszinses für das Jahr 2013.

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Rechnungszins mit Einfluss auf PKV Beitragserhöhungen

Vermutlich wird eine Veränderung des Rechnungszinses zu höheren Beiträgen für Bestandskunden führen. Mit der ARAG, der Central, der Debeka, der Continentalen, der HUK, der Halleschen Krankenversicherung, der DKV und der Süddeutschen Krankenversicherung haben die ersten Gesellschaften eine Reduzierung des Zinses von derzeit 3,5 Prozent auf 2,75 Prozent bereits angekündigt. Der Rechnungszins in der PKV entspricht dem Garantiezins in der Lebensversicherung, er wird angepasst, wenn der Kapitalmarkt eine regelmäßige Verzinsung von Beiträgen in der bisherigen Höhe nicht mehr hergibt.

Der Garantiezins greift bei der Verzinsung der Altersrückstellungen, wird diese durch eine Senkung des Rechnungszinses reduziert, dürften sich im Gegenzug die Beiträge zur Sicherung der Altersrückstellungen erhöhen. Rund sechs Prozent soll der Anstieg der Beiträge ausmachen, wenn man der Einschätzung der Experten folgt. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die PKV-Versicherer im nächsten Jahr aufstellen werden. Nach einer Phase der Ruhe unmittelbar nach der Einführung der Unisex-Tarife könnte es also munter weitergehen mit den Neuigkeiten aus der PKV-Welt.

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