PKV: Auch 2015 Unterstützung für Suchtkranke

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Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) hat zum Jahresbeginn 2015 erklärt, auch in diesem Jahr eine Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch zu unterstützen.

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Alkoholismus ist eine ernstzunehmende Krankheit, die die Patienten ein Leben lang begleitet. Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) hat zum Jahresbeginn 2015 erklärt, auch in diesem Jahr eine Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch zu unterstützen. Dazu stellt der Verband rund acht Millionen Euro bereit. Vor allem über die Feiertage zum Jahresende scheint der Alkoholkonsum bei vielen Deutschen fast ins Uferlose zu steigen. In einer aktuelle Umfrage des INSA-Instituts im Auftrag des Verband der Privaten Krankenversicherung gaben knapp 20 Prozent der 2.000 Befragten an, in der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel häufiger mehr zu trinken als sie vertragen.

Rund 22 Prozent der männlichen Befragten gaben einen übermäßigen Alkoholkonsum zu, doch auch 13 Prozent der Frauen stimmten dieser Aussage zu. In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen waren es sogar rund 30 Prozent der Befragten, die in dieser Zeit gerne zum Alkohol greifen. Der PKV-Verband fühlt sich vor diesem Hintergrund verpflichtet, die vor sechs Jahren begonnene Kampagne für junge Leute mit dem Namen „Alkohol? Kenn Dein Limit.“ auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung finanziell weiter zu unterstützen. Allerdings sieht die Branche diese Entwicklung mit großer Sorge. Nicht umsonst mahnt der Verband dann auch, dass ein übermäßiger Alkoholkonsum schnell den Einstieg in die Sucht bedeutet und deshalb nicht zur Gewohnheit werden darf.

Seit 2012 ist die Kampagne geschlechterspezifisch gehalten. Das liegt daran, dass sich das Trinkverhalten von Mädchen und Jungen gravierend unterscheidet. Ziel der Kampagne ist es, gezielt auf junge Menschen einzuwirken und die Folgen von Alkoholmissbrauch in gesundheitlicher Hinsicht, aber auch im eigenen sozialen Umfeld aufzuzeigen. Es ist lobenswert, dass der PKV-Verband sich weiterhin der Prophylaxe verpflichtet fühlt. Tatsächlich sind die Heilungskosten eine Alkoholerkrankung nicht zu unterschätzen, denn die Sucht begleitet die Betroffenen und ihr Umfeld ein Leben lang, und letztlich gilt ein Alkoholkranker niemals als vollständig geheilt.

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