PKV Altersrückstellungen und die Höhe der Beiträge

Wer die Berichterstattung um das leidige Thema der Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung regelmäßig verfolgt, stößt genauso regelmäßig auf widersprüchliche Angaben der Beteiligten zur Höhe der Beitragssteigerungen – und auf die Nutzung der Altersrückstellungen. Der neueste Vorschlag des Verbandes für die private Krankenversicherung geht nun einmal mehr in eine Richtung, die gebildeten Altersrückstellungen für eine moderate Erhöhung der Beiträge zu verwenden.

Kostenloser Vergleich private Krankenversicherung >>

Altersrückstellungen für stabile Beiträge einsetzen
Geht es nach diesem Vorschlag, sollten die Rückstellungen schon viel früher für stabile Beiträge benutzt werden und nicht erst im Rentenalter der Versicherten.

Bereits bei der Größenordnung der Beitragserhöhungen scheiden sich die Geister: Nach einer Studie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) liegen die Beitragssteigerungen in der PKV in den letzten zehn Jahren bei etwa fünf Prozent jährlich. Der PKV-Verband selbst sprach kürzlich noch von zwei Prozent pro Jahr. (Wir berichteten: Steigerung PKV Beiträge Assekurata, Map Report, Regierung; 30. April 2012).

Nun schlug der Verband der privaten Krankenversicherer (PKV) vor, die Altersrückstellungen schon früher als ursprünglich geplant zu nutzen. Eigentlich sollten sie erst ab einem Alter von frühestens 60 Jahren zum Einsatz kommen, um die Preise der privaten Krankenversicherung stabil zu halten. Könnte man sie allerdings schon in der Altersgruppe zwischen 45 und 60 einsetzen, könnte das den Versicherten sehr entgegenkommen. Unklar ist derzeit, ob die Bundesregierung und die BaFin diesem Verfahren zustimmen. Auch eine unterjährige mehrfache moderate Anhebung der PKV Beiträge wäre nach Ansicht des PKV-Verbandes alternativ denkbar.

Diskutiertes Thema PKV Beiträge

Gerade in den vergangenen Monaten war das Thema PKV Beiträge sehr häufig in der Diskussion. Kaum ein anderes beschäftigt die Branche so sehr wie die Höhe der Beiträge. Der Grund hierfür liegt in den regelmäßigen Beitragsanpassungen in der Krankenvollversicherung, welche dementsprechend zu Preissteigerungen für die Versicherten führen.

Das könnte Dich auch interessieren...