Pflegeversicherung mit Millionen-Überschuss

geldregenDie gesetzliche Pflegeversicherung sorgte am vergangenen Wochenende für eine Überraschungsmeldung, die kaum jemand erwartet hatte: Nach aktuellen Medienberichten hat sie im vergangenen Jahr einen Überschuss von 100 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Ergebnis ist mehr als überraschend, schließlich hatten nicht nur ausgemachte Experten ein Defizit angenommen.

Hohen Beitragseinnahmen aufgrund guter Beschäftigungslage

Die Berichterstattung geht auf Berechnungen des Bundesgesundheitsministeriums zurück, das Defizit war erwartet worden, weil Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung immer häufiger in Anspruch genommen werden, so die Vermutung. Nun wird das Ministerium mit den Worten zitiert, dass die Entwicklung der Finanzlage im Jahr 2012 günstiger gewesen sei als dies noch in den neuesten Schätzungen vermutet worden sei. Bis Ende 2012 seien die Rücklagen nun auf 5,5 Milliarden Euro gestiegen, der Grund für das gute Ergebnis lag in den hohen Beitragseinnahmen aufgrund der starken Beschäftigungslage im Land. Und letztlich seien auch weniger Ausgaben geltend gemacht worden, als ursprünglich erwartet.

Diese Entwicklung wirft ein völlig neues, wenn auch sehr erfreuliches Bild auf die gesetzliche Pflegeversicherung, welche sich aufgrund ihrer finanziellen Lage immer wieder einem Vergleich mit der Rentenversicherung unterziehen muss. Offen ist allerdings, wie die Entwicklung bei den privaten Krankenversicherern aussieht, die die Pflegeversicherung der privat Versicherten schultern müssen.

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