Pflegekräfte aus EU-Krisenländern gegen Pflegenotstand

StudentenDie Kranken- und Altenpflege kämpft hierzulande seit einiger Zeit um Nachwuchs und ausreichende Arbeitskräfte. Die Gründe für den Arbeitskräftemangel sind vielfältig jedoch auch hausgemacht. Insbesondere die geringe Bezahlung könnte ein Grund für einen steigenden Fachkräftemangel in der Pflege darstellen. Nun könnte ausgerechnet die EU-Krise einen drohenden Pflegenotstand in Deutschland entgegenwirken.

Gut ausgebildete und motivierte Arbeitskräfte aus den Krisenländern

Die Wirtschaftskrise hat insbesondere in den südlichen EU-Ländern für eine hohe Arbeitslosigkeit gesorgt. Besonders stark betroffen von der Krise sind Spanien, Portugal aber auch Italien. Gerade in Spanien und Portugal hat die Krise dazu geführt, dass Berufsanfänger unmittelbar nach der Ausbildung deutlich weniger Chancen auf einen Arbeitsplatz haben. Nachdem diese Situation bereits seit einigen Jahren vorherrscht, suchen vermehrt junge Menschen einen Berufseinstieg in Ländern, welche ihnen bessere Möglichkeiten für einen Berufseinstieg bieten. Und gerade Deutschland gilt in der Europäischen Union als das wirtschaftlich erfolgreichste und stabilste Land. Dementsprechend ist die Anzahl der Zuwanderung aus diesen Ländern etwa 40 bis 45 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Insgesamt zogen im vergangenen Jahr über eine Millionen Menschen aus dem Ausland nach Deutschland.

Unter diesen jungen Einwanderern sind viele sehr gut ausgebildete Fachkräfte, welche auf den heimischen Arbeitsmärkten keine Anstellungen aufgrund der Krise erhalten. Diese gut ausgebildeten Fachkräfte werden gerade hierzulande in der Pflege dringend benötigt. Die Zuwanderung dieser Menschen kann daher für Deutschland sehr gewinnbringend für eine Abwendung eines drohenden Pflegenotstandes sein. Während die fachliche Eignung häufig bereits vorhanden ist, so fehlt es vielen noch an den notwendigen Deutschkenntnissen. Aber auch hier sind bereits eine Reihe von Kooperationen und Angeboten geschaffen worden, um diese Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Stadt Schwerin geht nun sogar noch einen Schritt weiter. Hier werden in Kürze junge Menschen aus Spanien über ein Förderprogramm des Wirtschaftsministeriums in den Pflegeberufen ausgebildet.

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1 Antwort

  1. Hier in Berlin merkt man diese Zuwanderung schon sehr stark. Egal wo man sich befindet wird spanisch gesprochen. Das können wohl nicht alles Touristen sein. Ich finde es in jedem Falle gut. Ein bisschen mehr Internationalität tut den deutschen Städten gut. Und wenn dann auch noch den Einwanderern ein Job winkt und dabei sogleich ein Fachkräftemangel hier behoben wird, dann profitieren doch alle davon. So wird die Wirtschaftskrise vielleicht auch zur Chance für ein intensiveres Zusammenwachsen der EU.

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