Pflegekosten verringern Steuerzahlungen

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Pflegebedürftige und auch Angehörige können Ausgaben für die Pflege von der Steuer absetzen

Wenn Angehörige zum Pflegefall werden, ist ein erheblicher Teil der Kosten oft aus eigener Tasche zu zahlen. Auch Kinder können zur Übernahme von Pflegekosten verpflichtet werden, sofern die Rente der Eltern nicht ausreicht. Wie n-tv jetzt berichtete, gewährt der Gesetzgeber in solchen Fällen aber steuerliche Erleichterungen für die Betroffenen. Sowohl die Pflegebedürftigen als auch die Angehörigen können Ausgaben für die Pflege von der Steuer absetzen. Braucht man zum Beispiel Hilfe beim Putzen oder beim Einkaufen, kann man dafür eine Hilfe einstellen, die als haushaltsnahe Dienstleistung in der Steuererklärung angegeben werden darf.

Steuerliche Absetzbarkeit verringert Kosten

Durch die steuerliche Absetzbarkeit kostet die Dienstleistung am Ende weniger, erläutert der Sozialverband VDK in Berlin. Erfolgt die Betreuung auf Basis eines Mini-Jobs, können 20 Prozent bis zu maximal 510 Euro abgesetzt werden. Bei einer sozialversicherungspflichtigen Anstellung können ebenso 20 Prozent bis zu 4.000 Euro steuermindernd angegeben werden. Dazu muss die Haushaltshilfe bei der Mini-Job-Zentrale oder bei der Sozialversicherung angemeldet sein.

Eine Rundum-Betreuung macht allerdings mehr als eine haushaltsnahe Dienstleistung aus. Hier kommt die Ausgabe als außergewöhnliche Belastung zum Ansatz, wenn ein Pflegedienst selbst zu zahlen ist oder wenn Eigenanteile für Medikamente, Brillen oder Hilfsmittel erforderlich sind. Alle Kosten sind einzeln nachzuweisen, deshalb sollte man die Belege immer sorgfältig aufheben.

Pflegebedürftige mit Schwerbehindertenausweis können sogar einen Pauschbetrag nutzen, dessen Höhe von Grad der Behinderung abhängig ist. Besonders interessant ist die steuerliche Absetzbarkeit für die Angehörigen, denn während Rentner meist nur wenig Steuern zahlen und deshalb wenige Steuervorteile nutzen können, entsteht Angehörigen aus der steuerlichen Absetzbarkeit durchaus ein nennenswerter finanzieller Vorteil.

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