Pflanzlich betonte Ernährung senkt das Risiko für Entzündungen

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Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass solch eine Form der Ernährung das Risiko für Entzündungen senken kann.

Immer mehr Menschen verzichten weitgehend auf Fleisch und andere tierische Produkte. Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass solch eine Form der Ernährung das Risiko für Entzündungen senken kann. Besonders Personen mit Adipositas könnten davon profitieren. Die Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) werteten für ihre Analyse insgesamt 29 wissenschaftliche Arbeiten aus und beurteilten sie dann.

Allein in Deutschland werden jedes Jahr mehr als sieben Millionen Menschen wegen Übergewicht und den daraus resultierenden Folgeerkrankungen therapiert. Diese Personen leiden sehr oft an chronischen Entzündungen, die wiederum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Krebs erhöhen. Eine pflanzlich betonte Kost minimiert diese Gefahr jedoch beträchtlich. Auf dem Speiseplan sollten dazu viel Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte und Obst stehen. Zucker muss vermieden werden. Fleisch, Milchprodukte und Fisch dürfen in angemessenen Mengen verzehrt werden.

Je mehr körpereigene Fettdepots beim Menschen vorhanden sind, desto mehr Botenstoffe werden im Körper freigesetzt. Diese Botenstoffe fördern unter anderem auch entzündliche Prozesse. Bei übergewichtigen Personen ist daher das Risiko für Stoffwechselkrankheiten besonders groß. Da weltweit immer mehr Menschen zu viel Gewicht mit sich herumtragen, interessieren sich immer mehr Forscher für ein wissenschaftlich belegbares Konzept zu einer Ernährung, die dabei helfen soll gesund zu bleiben.

In den vergangenen Jahren gab es dazu bereits einige Studien. Sie zeigten, dass eine pflanzlich betonte Ernährung Entzündungen, ausgelöst durch Übergewicht, entgegenwirkt. Die jetzt durchgeführte Literatur-Analyse hat diese Ergebnisse zu einem Gesamtergebnis zusammengefasst. Dadurch ließ sich der Effekt einer überwiegend pflanzlichen Ernährung im Bezug auf das Entstehen chronischer Entzündungen nun noch besser beurteilen.

In der Analyse hat man alle Formen der Ernährung berücksichtigt, die von 1946 bis 2016 erforscht waren. Aus den gesamten Daten wurden dann die Bewertungen von 2.689 Studien-Teilnehmern im Alter zwischen 28 und 68 Jahren verglichen. Hierbei zeigte sich eindeutig, dass zu viel Gewicht und eine falsche Ernährung Diabetes, koronare Herzkrankheit, Schlaganfall, Atemwegserkrankungen und Krebs auslösen können. Dieser Umstand kostet viele Betroffene bis zu zehn Jahre Lebenszeit, was durch eine pflanzlich betonte Ernährung verhindert werden könnte.

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