Pausenloses Multitasking – Auslöser für Dauer-Kopfschmerz bei Jugendlichen

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Unter Leitung des Kinder-Neurologen Prof. Florian Heinen aus München fanden in den letzten Jahren zwei Studien zum Thema Kopfschmerz bei Jugendlichen statt.

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Fast die Hälfte aller Jugendlichen von zwölf bis fünfzehn Jahren hat mindestens einmal in der Woche stärkere Kopfschmerzen. Die Gründe hierfür sind, nach Meinung der Fachleute, sehr eindeutig. Oft ist die Psyche der Auslöser für die Beschwerden. Denn pausenloses Multitasking, Prüfungsangst, Leistungsdruck, familiäre Konflikte und Mobbing machen immer mehr Jugendlichen zu schaffen. Auf der anderen Seite ist auch die fehlende, körperliche Betätigung durchaus ein Grund für die unangenehmen Kopfschmerzen.

Unter Leitung des Kinder-Neurologen Prof. Florian Heinen aus München fanden in den letzten Jahren zwei Studien zum Thema Kopfschmerz bei Jugendlichen statt. Dabei zeigte sich, dass ganz besonders die veränderten Lebensbedingungen bei den Jugendlichen für den regelmäßigen Kopfschmerz verantwortlich sind.

Pausenlos unter Druck – Da steigt auch der Druck im Kopf

Im Gegensatz zu früheren Generationen müssen heute bereits die Jüngsten ein pausenloses Multitasking absolvieren. Nicht verplante Zeit und Langeweile sind Fremdwörter für sie geworden, jede freie Minute wird genutzt. Meist um das Handy zu bearbeiten, alles wird schnell und nebenbei erledigt.

Das Gehirn passt sich an und schaltet nicht mehr ab

Unser Gehirn gewöhnt sich schnell an diesen Rhythmus und passt sich an. Das bedeutet aber gleichzeitig auch, dass es in der Freizeit nicht mehr abschalten kann, weil es versucht diese Geschwindigkeitsstufe beizubehalten. Genau das führt zu Stress und Verspannungen, die sich letztlich in verstärkten Kopfschmerzen äußern.

Die Jugendlichen müssen wieder lernen Pausen für sich zu finden. Dafür werden zum Beispiel in der Kopfschmerz-Sprechstunde an der Kinderklinik der Universität München Kurse angeboten. Entspannungstraining und kognitive Verhaltenstherapie, verbunden mit gemäßigtem Ausdauer-Sport sind oft viel wirksamer als eine Tablette. Leistungssport ist für Jugendliche mit gehäuft auftretenden Kopfschmerzen dagegen ungeeignet, da er wieder unter Druck setzt.

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