Nichtzahler-Tarif für die private Krankenversicherung gefordert

heiss diskutiertVerbraucherschützer fordern PKV-Nichtzahler-Tarif – Wie schon einige private Krankenversicherer zuvor hat sich nun auch der Bund der Versicherten (BdV) für die Einführung eines Nichtzahler-Tarifs in der privaten Krankenversicherung ausgesprochen. Wer mit seinen Versicherungsbeiträgen in Zahlungsrückstände gerät, riskiert heute, in den Basistarif zurückgestuft zu werden.

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Vorschlag: Nichtzahler-Tarif mit Beitrag von rund 100 Euro im Monat

Der Basistarif in der privaten Krankenversicherung gilt jedoch mit einer Monatsprämie von rund 500 Euro aber als unverhältnismäßig teuer und ist bei Zahlungsschwierigkeiten kaum zu tragen. Gleichzeitig garantiert er bei ausstehenden Zahlungen lediglich eine medizinische Notversorgung, die bei akuten Erkrankungen, bei Schmerzzuständen und in der Schwangerschaft greift. Mit einem Nichtzahler-Tarif könne diese Problematik aufgefangen werden, argumentiert der Bund der Versicherten. Bei einem Beitrag von rund 100 Euro im Monat wären die Nichtzahler finanziell entlastet, hohe Außenstände könnten sich erst gar nicht aufbauen. Und auch die privaten Krankenversicherer stehen mit einem entsprechend kalkulierten Tarif finanziell deutlich besser da.

Insgesamt sei die Einführung eines Nichtzahler-Tarifs also für beide Seiten von Vorteil, argumentiert der Bund der Versicherten. Bei der Einführung der Versicherungspflicht in der PKV im Jahr 2009 sei diese Lösung von der Gesetzgebung versäumt worden, nun müsse nachgebessert werden. Die GKV sieht sich mit der Problematik nicht befasst, dort werden die Beiträge von zahlungssäumigen Patienten vom Staat getragen.

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