Neue Leitlinie zur Therapie der Fibromyalgie 2017

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Foto: ©iStock.com/kivoart
Wissenschaftler haben umfangreiche Veröffentlichungen zur Behandlung der Fibromyalgie untersucht und daraus neue Leitlinien für die Therapie der Krankheit erstellt.

Bei der Diagnose Fibromyalgie tun sich bis heute viele Mediziner schwer. Um mehr Transparenz und Sicherheit bei der Behandlung der Fibromyalgie zu gewährleisten, soll bereits im kommenden Jahr eine neue Leitlinie zur Therapie der Fibromyalgie veröffentlicht werden.

Fibromyalgie-Patienten werden häufig damit konfrontiert, dass die Erkrankung nicht korrekt diagnostiziert wird oder selbige einfach nicht ernst genommen wird. Hier ist die Wissenschaft jedoch in den vergangenen Tagen einen wichtigen Schritt vorangekommen. Wissenschaftler hatten erst kürzlich entdeckt, dass bei den betroffenen Personen tatsächlich Nerven zerstört sind.

Spezielle Medikamente zur Behandlung der Fibromyalgie gibt es allerdings bis heute nicht. Mediziner verschreiben daher häufig Schmerzmittel, Schlafmittel und Antidepressiva. Inwieweit diese Medikamente bei Fibromyalgie Nutzen stiften ist bis heute nicht geklärt. Um den Ärzten mehr Sicherheit bei der Behandlung von Fibromyalgie-Patienten zu geben und damit den Betroffenen besser zu helfen, soll die Leitlinie zur Therapie von Fibromyalgie aktualisiert werden. Am Institute of Medical Sciences der University of Aberdeen, haben Wissenschaftler umfangreiche Dokumentationen zur Behandlung der Fibromyalgie untersucht und daraus neue Leitlinien für die Therapie der Krankheit erstellt.

Prinzipien der Therapie für Fibromyalgie

Als wichtiges Prinzip sehen die Wissenschaftler dass eine frühe Diagnose ermöglicht wird. Gerade hierbei tun sich Mediziner noch schwer. Zusätzlich liegt das Augenmerk auf die Charakteristika des Krankheitsbildes, welches von variablen Schmerzen geprägt sein kann und in seiner Auswirkung relativ komplex ist.

Als weiteres Therapieprinzip wird ein positives Einwirken auf die individuelle Lebensqualität geäußert. Hierbei sehen die Wissenschaftler einen stufenförmigen Prozess. Der Einsatz von Medikamenten soll dabei nicht als erste Stufe Anwendung finden, sondern Bewegung in Form von Ausdauer- und Krafttraining. Im Anschluss können Psychotherapie, Akupunktur, Hydrotherapie und weitere Bewegungstherapien eingesetzt werden. Erst wenn diese Maßnahmen keine Besserung herbeiführen können, können Medikamente eingesetzt werden.

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