Neue grüne Cola mit zu viel Zucker?

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Foto: ©iStock.com/momcilog
In einem halben Liter Cola mit Stevia-Extrakt befinden sich, neben Stevia-Extrakt, statt 54 Gramm reinem Zucker nur noch 34 Gramm Zucker.

Auf der Suche nach gesunder Süße ist eine neue Coca-Cola entwickelt worden, die jedoch keineswegs die „Überzuckerung“ der Bevölkerung verhindern kann. Light- und Zero-Coke, die mit künstlichem Süßstoff produziert werden, kennt inzwischen jeder von uns. Jetzt gibt es „Life“. Das Getränk wird mit Stevia-Extrakt hergestellt.

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Zucker wird heutzutage regelrecht als Gift bezeichnet. Sogar die meisten Ernährungs-Experten sind der Meinung, dass Zucker gefährlich ist. Das fördert natürlich den Absatz der künstlichen Süßstoffe, macht aber auch natürliche Süßstoffe, wie Agavendicksaft oder eben Stevia, interessant.

Aber wie sinnvoll und gesund sind die Natur-Süßstoffe wirklich?

Die neue Cola ist nach Angaben des Herstellers nicht nur kalorienarm, sondern auch ein Beitrag zu einem gesünderen Leben. In einem halben Liter Cola mit Stevia-Extrakt befinden sich, neben Stevia-Extrakt, statt 54 Gramm reinem Zucker nur noch 34 Gramm Zucker. Das ist, nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation, immer noch viel zu viel. 25 Gramm Zucker täglich sind die Höchstmenge für Frauen und 30 Gramm für Männer.

Was ist Stevia?

Stevia stammt aus Paraguay. Man weiß über die Pflanze und der aus ihr gewonnenen Steviolglykoside noch nicht so viel. Sie ist kalorienfrei. Studien haben aber gezeigt, dass sie, in Unmengen genossen, den Blutdruck extrem senken kann. Auch krebsfördernde Eigenschaften sollen sich andeuten, wenn man zu viel davon konsumiert. Eine niedrige Dosis soll aber eher vor Krebs schützen.

Fazit
Das Stevia-Herstellungsverfahren in Europa basiert auf einem aufwändigen, industriellen Prozess. Für ihn werden Hitze, chemische Hilfsstoffe und etliche Arbeitsschritte benötigt. Den Verbrauchern wird aber, durch das grüne Etikett mit angedeuteten Pflanzenblättern, Natürlichkeit suggeriert.

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3 Kommentare

  1. Herr Schulz, was Sie schreiben, ist nicht korrekt:
    „Man weiß über die Pflanze und der aus ihr gewonnenen Steviolglykoside noch nicht so viel. Studien haben aber gezeigt, dass sie, in Unmengen genossen, den Blutdruck extrem senken kann. Auch krebsfördernde Eigenschaften sollen sich andeuten, wenn man zu viel davon konsumiert. Eine niedrige Dosis soll aber eher vor Krebs schützen.“

    Das für Lebensmittelzusatzstoffe zuständige Gremium der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, das ANS-Gremium der EFSA, hat die Sicherheit von Steviolglycosiden, d. h. aus Pflanzenblättern extrahierten Süßungsmitteln der Stevia rebaudiana, in 2010 bewertet:
    Toxikologische Tests haben gezeigt, dass die Substanzen weder genotoxisch noch krebserregend sind und auch keine negativen Auswirkungen auf die Fortpflanzungsorgane des Menschen oder das ungeborene Leben haben.

    Es gibt eine Fülle an wissenschaftlichen Arbeiten zu Stevia. Es ist also genügend bekannt.

    Selbstverständlich betreibt der Coca-Cola-Konzern ein gewisses „Green Washing“ mit Cola life. Aspartam getarnt im Kleingedruckten “„enthält eine Phenylalaninquelle“ ist allerdings NICHT enthalten und erscheint auch nicht auf dem Etikett.

  2. Diese grüne Brause enthält nicht nur reichlich Zucker, sondern auch Aspartam. Getarnt im Kleingedruckten „„enthält eine Phenylalaninquelle“.

  3. Wenn man mit mehr Stevia süsst, trinkt es aus geschmacklichen Gründen keiner mehr. Damit ist uns auch nicht geholfen. Freuen wir uns doch, dass es Anfänge gibt, den Zuckergehalt zu reduzieren. Es sind die ersten Produkte mit Stevia. Und wenn sich das knowhow bei Forschung und Züchtung so weiterentwickelt wird demnächst auch noch mehr Zucker reduzierbar sein, wohl gemerkt verbunden mit gutem Geschmack.. [Das erste Auto hatte ja auch nicht gleich 100 PS]. Wenn heute bereits alle Lebensmittel im Zuckergehalt um 40 % reduziert wären und sich alle etwas mehr bewegen, hätten wir bereits heute deutlich weniger Dicke und Fettleibige. Die WHO-Forderungen sind bei Licht betrachtet eh unrealisierbar und unsinnig zugleich. Sie beträgt nur 25 % vom derzeitigen Zuckerkonsum. Die frühere Empfehlung mit ca. 50 Gramm Zucker ist da deutlich realistischer und sinnvoll!

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