Nervenschäden durch Diabetes häufig nicht rechtzeitig diagnostiziert

studie-auswertung
Foto: ©iStock.com/kivoart
Eine der häufigsten Folgeerkrankungen des Diabetes ist die diabetische Polyneuropathie.

Bei einer diabetischen Polyneuropathie verspürt der Patient oft ein vermindertes Empfinden von Vibration, Berührung und Temperatur. Denn Diabetes schädigt die sehr sensiblen Nerven. Viele der Betroffenen wissen das jedoch überhaupt nicht und haben von der diabetischen Polyneuropathie noch nie etwas gehört. Diese Nervenschäden treten aber sogar schon bei Menschen mit einem leicht erhöhten Diabetes-Risiko oder einem bisher unerkannten Diabetes auf.

Effektivere Strategien zur frühzeitigen Erkennung von Diabetes sind daher dringend erforderlich. Da sind sich die Experten aus Medizin, Wissenschaft und Politik einig und fordern dies nun aktuell auf der diesjährigen Jahrestagung der Europäischen Diabetes-Gesellschaft EASD (European Association for the Study of Diabetes) in München.

Dazu müssten Ernährung, Sport, Bildung und Verbraucherschutz der Betroffenen in den Mittelpunkt gestellt werden, denn nur durch gezielte Prävention lässt sich eine Voraussetzung zur optimalen Bekämpfung von Diabetes schaffen und das Krankheitsbild positiver beeinflussen.

Wird die Nervenschädigung nicht oder nicht rechtzeitig erkannt, droht das sogenannte diabetische Fußsyndrom. Dadurch werden jedes Jahr etwa 50.000 Amputationen allein in Deutschland notwendig. Aufklärung im Hinblick auf Folgeerkrankungen bei Diabetes ist also dringend erforderlich. Beschwerden an den Füßen wie Kribbeln, Brennen, ein Gefühl von Taubheit oder Störungen der Sensibilität müssen einem Arzt mitgeteilt werden.

Die aktuell durchgeführte PROTECT-Studie, die am Institut für Klinische Diabetologie des Deutschen Diabetes-Zentrums der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf durchgeführt wurde, zeigt es deutlich. Eine der häufigsten Folgeerkrankungen des Diabetes ist die diabetische Polyneuropathie.

Die Studie enthält aber auch eine sehr positive Nachricht. Für die Untersuchung erfassten die Wissenschaftler Daten von 1.589 Menschen mit und ohne Diabetes. Sie zeigte, dass eine, den Vitaminen ähnliche, Substanz mit Namen Benfotiamin die Bildung schädlicher Zucker-Abbauprodukte verringern kann. Dieser Wirkstoff ist eine Vorstufe vom Vitamin B1 und motiviert ein Enzym im Körper zum Entgiften. Dadurch wird überschüssige Glukose unschädlich gemacht und abgebaut. So sollen sich auch die Nervenschäden hemmen lassen.

Fazit:
Es ist absolut wichtig einen erhöhten Blutzucker gut einstellen zu lassen und auch seinen Lebensstil entsprechend zu ändern. Denn der Überschuss an Zucker (Glukose) ist schädlich und greift Nerven und Blutgefäße an.

Mehr zum Thema

Quelle: www.presseportal.de

ebenfalls interessant ....

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.