Natürliche Wirkstoffe gegen resistente Keime

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Gibt es bald ein Antibiotikum aus Knoblauch? Knoblauch, Meerrettich oder die Kerne der Grapefruit als pflanzliche Antibiotika der Zukunft.

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Bakterien werden immer resistenter. Herkömmliche Antibiotika haben es immer schwerer gegen gefährliche Keime. Wissenschaftler aus aller Welt suchen daher neue und wirksame Medikamente. Alexander Fleming entwickelte vor beinahe hundert Jahren das Antibiotikum. Da wir es seitdem jedoch viel zu häufig und leichtfertig anwenden, sind viele Krankheitserreger mittlerweile resistent dagegen. Jetzt soll die Natur als Vorbild für neue Medikamente dienen. Sie müssen möglichst so wirksam sein, wie der von Alexander Fleming entdeckte Pilz mit Namen Penicillium chrysogenum.

Sind Knoblauch, Meerrettich oder die Kerne der Grapefruit die pflanzlichen Antibiotika der Zukunft?

Pflanzen sind in der Lage sich gegen Viren, Pilze und Bakterien zu schützen. Dies gelingt ihnen seit ewigen Zeiten ohne Resistenzen zu entwickeln. Das liegt daran, dass sie zur Abwehr krankmachender Keime verschiedene Wirkstoffe einsetzen, die von ihnen individuell und ganz nach Bedarf zusammengesetzt werden. Dabei handelt es sich um ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide und Bitterstoffe. Bis heute weiß man jedoch noch nicht, wie es zu der individuellen Zusammenstellung der Wirkstoffe kommt.

Senföle, die zum Beispiel in der Kapuzinerkresse vorkommen, aber auch in Meerrettich vorhanden sind, wirken bei dreizehn Erregern von Atemwegs-, Rachen- und Harnwegsinfektionen. Sie wehren die Keime ab und werden daher bereits bei Blasenentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen und Bronchitis eingesetzt.

In Amerika benutzt man schon heute verdünntes ein Extrakt aus den Kernen der Grapefruit zum Reinigen von Zimmern in Krankenhäusern. So schaltet man dort den gefürchteten MRSA-Erreger aus. Er ist multi-resistent und besonders für geschwächte Patienten sehr gefährlich.

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