Multitasking Untersuchung – Frauen im Vorteil

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Frauen sind wirklich bessere Multitasker

Wenn sich Frauen und Männer über Multitasking unterhalten, sind die Claims klar abgesteckt: Frauen behaupten ganz selbstverständlich, dass sie das – natürlich! – besser können, vermutlich evolutionsbiologisch bedingt, Männer verdrehen ob solcher Aussagen die Augen und schütteln den Kopf. Die Wissenschaft wollte sich bislang nicht dazu äußern, doch die Fragestellung drängte, sodass sich nun britische Forscher der Problematik annahmen. Ihre Untersuchungen liefern einen klaren Punktsieg für die Frauen.

Frauen gewinnen bei schneller Aufgabenfolge

Forschungsleiter Gijsbert Stoet (University of Glasgow) stellte die Ergebnisse im angesehenen “BMC Journal” vor. Der Versuchsaufbau sah vor, am PC mehrere simple Aufgaben zu bearbeiten, allerdings blitzschnell hintereinander, denn nur so funktioniert Multitasking. Wirklich zeitgleich kann kein Mensch mehrere Aufgaben erledigen, vermutlich konnte das auch Napoleon Bonaparte nicht, dem man nachsagte, sich mit sieben Problemen auf einen Schlag zu beschäftigen. Die Versuchsteilnehmer unterschieden zunächst Objekte auf dem Bildschirm (Quadrat, Kreis, Raute), die benötigte Zeit hierzu maßen die Forscher. Dann wurden blitzschnell kleine Aufgaben dazwischen geschoben, etwa Rechenaufgaben oder auch in einem virtuellen Raum etwas finden.

Strukturelles Multitasking: Vorteile der Frauen

Während die männlichen Probanden bei mehreren Aufgaben 77 Prozent mehr Zeitressourcen benötigten, waren es bei den Frauen nur 69 Prozent. Dies war das eindeutige Ergebnis der PC-Aufgaben, doch die Glasgower Wissenschaftler setzten noch einen drauf und ließen in der dritten Runde in unregelmäßigen Abständen das Telefon klingeln, wobei die Probanden abnehmen und Wissensfragen beantworten mussten. Hierbei holten die Männer übrigens wieder auf. Das Fazit der Forscher lautet eindeutig: Wenn es um blanke, strukturelle Organisation in schneller Abfolge geht, sind Frauen wirklich etwas besser. Bei komplexeren Problemstellungen lässt sich so eine Aussage aber nicht eindeutig wissenschaftlich belegen.

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