Mit der E-Zigarette weg vom Rauchen?

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Wissenschaftler der London School of Medicine and Dentistry wollten wissen, ob die E-Zigarette beim Entwöhnen von Nikotin helfen kann und bestätigen dies heute mit einem sehr vorsichtigen Ja.

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Es liegen bis heute etwa 600 wissenschaftliche Arbeiten vor, die sich mit den Eigenschaften der E-Zigarette befassen. Trotzdem fehlen bis heute eindeutige Erkenntnisse. Jetzt bemühten sich Wissenschaftler der London School of Medicine and Dentistry um weitere Aufklärung. Sie wollten wissen, ob die E-Zigarette beim Entwöhnen von Nikotin helfen kann und bestätigen dies heute mit einem sehr vorsichtigen Ja. Zwei Studien unterstützten sie bei ihrer Einschätzung ganz besonders.

In der ersten Studie schafften es neun Prozent der Teilnehmer mithilfe der nikotinhaltigen E-Zigarette vom Rauchen los zu kommen. Die Probanden der anderen Test-Serie inhalierten dagegen nikotinfreien Dampf. Bei ihnen waren es lediglich vier Prozent, die sich so das Rauchen abgewöhnen konnten. Auch beim Versuch weniger zu rauchen war die nikotinhaltige E-Zigarette erfolgreicher als ihre nikotinfreie Konkurrenz. Immerhin gelang es 36 Prozent der teilnehmenden Raucher mit ihr den Zigaretten-Konsum zu halbieren. Bei der nikotinfreien Gruppe waren es dagegen nur 28 Prozent. Somit lässt sich sagen, dass die E-Zigarette mindestens ebenso wirksam ist wie ein Nikotin-Pflaster.

Eine Verstärkung der Abhängigkeit durch E-Zigaretten wird definitiv nicht ausgelöst. Elf zusätzlich heran gezogene, ältere Studien bestätigten diese Erkenntnis. Vielleicht können neuere E-Zigaretten, die Nikotin noch schneller und höher dosiert freisetzen, noch effektiver bei der Entwöhnung helfen. Neue Studien hierzu sind in der nahen Zukunft geplant.

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4 Antworten

  1. Neue Daten aus England:

    Data from the Smokefree Britain Survey [2] conducted by YouGov and analysed by researchers at King’s College London shows that electronic cigarette use between 2014 and 2015 has:
    • Increased among ex-smokers (from 4.5% in 2014 to 6.7% in 2015)
    • Remained the same among current smokers (17.6% of smokers in 2014 and 2015).
    • Remained extremely rare among never-smokers (0.2% over the last three years)

    The most popular reason current vapers gave for using electronic cigarettes was to help them stop smoking completely (48%) and to prevent them from relapsing to smoking (38%).

    Aber leider geht die Zahl der Umsteiger zurück – und bei der aktuellen Kampagne, die gegen das Dampfen bei uns läuft, dürfte das hierzulande noch dramatischer sein – aus Angst vor gesundheitlichen Risiken wird eher weiter geraucht:

    Over the same period there has been a growing false [3] belief that electronic cigarettes could be as harmful as smoking:
    • Among the general population who have heard of electronic cigarettes, between 2014 and 2015 there was a significant increase in the perception that electronic cigarettes are as harmful or more harmful than smoking (from 15% in 2014 to 22% in 2015).
    • Among smokers who have never tried electronic cigarettes but are aware of them, this perception of harm has nearly doubled from 12% in 2014 to 22% in 2015.

    Quelle: Action on Smoking and Health, 22.5.2015: ash.org.uk/media-room/press-releases/:electronic-cigarette-use-among-smokers-slows-as-perceptions-of-harm-increase

    Wenn sich nicht wenigstens die Krankenkasssen jetzt in den laufenden Gesetzgebungsprozess einmischen, anstatt der Kampagne zur Förderung der apothekenpflichtigen Nikotin’ersatz’präparate bzw. Tabakprodukte das Feld zu überlassen, wird sich das Gesundheitsministerium dem Einsatz ab Herbst in einem Maß entgegenstellen, das die Chancen konterkariert, so unser Gesundheitsminister in einem Interview mit der Zeit.

    Sofern man sich die hunderte von Studien mal nicht von den Gegnern des Dampfens interpretieren lässt, sondern selbst nachliest und forscht, kommt man zu anderen Ergebnissen, so z.B. im britischen Gesundheitssystem, wo empfohlen wird, die E.Zigarette nicht zu streng zu regulieren, sondern als Mittel zum Ausstieg zu nutzen:

    Deborah Arnott, Chief Executive of ASH said:
    “The number of ex-smokers who are staying off tobacco by using electronic cigarettes is growing, showing just what value they can have. But the number of people who wrongly believe that vaping is as harmful as smoking is worrying. The growth of this false perception risks discouraging many smokers from using electronic cigarettes to quit and keep them smoking instead which would be bad for their health and the health of those around them.”

    Quelle: Action on Smoking and Health, 22.5.2015: ash.org.uk/media-room/press-releases/:electronic-cigarette-use-among-smokers-slows-as-perceptions-of-harm-increase

    Und, um einen weiteren Artikel zu zitieren, in dem die BBC Ergebnisse der Studie wiedergegeben hat:
    E-Cigarettes ‚help smokers to quit‘

    The survey of nearly 6,000 smokers found a fifth had quit with the aid of e-cigarettes.
    That was 60% higher than those who did not use the devices, the study said.

    Quelle: bbc.co.uk/news/health-27485954

  2. Mit der e-Zigarette ersparen wir uns Kohlenmonoxid und das Kondensat aus tausenden Zuschlagstoffen, die aus einem Verbrennungsprozess bei 800 Grad Celsius stammen.

    Nikotin kann in der e-Zigarette nicht die gleiche Wirkung entfalten, weil Harnstoffe fehlen, die dem Tabak zugesetzt werden und für die Entfaltung von Ammoniak sorgen, was wiederum durch einen geänderten pH-Wert zur Sucht führt.

    Nikotin wird in der e-Zigarette lediglich durch Verdampfen bereitgestellt und sehr langsam über den Stoffwechsel aufgenommen und schnell abgebaut. Die Wirkungsweise entspricht somit eher dem Koffein. Das führt zu einer Gewöhnung, aber nicht zu einer Sucht – maximal zu einer Zwangshandlung. Nichts, was den Tod bedeutet.

    Es besteht also nicht die Notwendigkeit, die Menschheit vom Nikotin zu befreien, sondern von Verbrennen des Tabaks in Papier. Zigarrenraucher leben z.B. nicht gefährlicher als Nichtraucher – Kuba hat die meisten 100jährigen auf diesem Planeten. Sie inhalieren nicht und verbrennen kein Papier.

    Die Krankenkassen sollten sich fragen, auf welcher Seite sie stehen. E-Zigaretten-Dampfer sind definitiv Nichtraucher.

    Die verzweifelte Suche nach weiteren Studien über das Dampfen klingt für mich eher pharisäerhaft, denn eine derartige Suche über das Rauchen und eine Offenlegung der Inhaltsstoffe von Tabakzigaretten hat es so nicht gegeben – selbst wenn, dann sind sie über Jahrzehnte in strafbarer Weise ignoriert worden, was bis heute für TÄGLICH HUNDERTE RAUCHERTOTE sorgt.

    Es gibt jedenfalls heute KEINEN toten Dampfer durch den Genuss von Nikotin und Aromen in einer verdampfbaren Trägerflüssigkeit ab ca. 60 Grad Celsius.

    Fragt sich, ob diese Tatsache zum Geschäftsmodell einer Krankenkasse passt. Wenn die Vorteile einer längeren Mitgliedschaft und geringerer Behandlungskosten spürbar werden, sollten die Beiträge fairerweise sinken.

  3. Mit der E-Zigarette konnte ich von heute auf morgen, also stante pede das Tabakrauchen einstellen. Das war vor 6 Jahren, nachdem ich über 50 Jahre leidenschaftlicher Raucher war. Zur reduzierten Nikotinsucht kann ich nur aussagen, dass ich heute nicht mehr in Panik gerate, wie früher, wenn ich meine Zigaretten mal vergessen hatte. Daraus schließe ich, dass die Sucht zum Rauchen nicht allein durch das Nikotin verursacht wird, sondern sonstige Schadstoffe im Tabakrauch daran stark beteiligt sind.
    MfG

  4. Die Grundidee bei der Entwicklung der E-Zigarette, die in den frühen 60er Jahren begann, war niemals die Entwöhnung von dem relativ harmlosen Genussmittel Nikotin, sondern Rauchern eine schadstoffärmere Alternative zu bieten. Wer nicht mit dem Rauchen aufhören möchte oder kann hat hiermit die einzigartige Möglichkeit, ohne den Verbrennungsprozess einer Tabakzigarette weiter zu rauchen, Rauchen 2.0 quasi.
    Für Raucher, die ihren Nikotinkonsum oder das Rauchen beenden möchten, gibt es schon seit vielen Jahren verschiedene Produkte und Methoden, die sie hierin unterstützen, dass zählt aber nicht zu den Aufgaben des Genussmittels E-Zigarette.

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