Mit dem Rauchen aufhören

Der Konsum von Tabak durch Zigaretten gehört auch heute noch zum Alltag von vielen Millionen Menschen – Allerdings hat sich in den letzten Jahrzehnten der Umgang mit Tabak grundsätzlich gewandelt. Während noch vor einigen Jahrzehnten das Rauchen von Tabak als durchaus Gesellschaftsfähig galt, so hat sich dies mittlerweile stark geändert. Nun gilt Rauchen nicht mehr als besonders männlich und attraktiv. Genau das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Raucher werden immer häufiger eher als bemitleidenswert wahrgenommen, welche nicht stark genug sind der Tabaksucht zu entkommen.

Rauchen als häufigste Todesursache

In den Ländern der Europäischen Union gilt das Rauchen bei den Menschen unter 70 Jahren als die häufigste Todesursache. Etwa 700.000 Menschen sterben in der Europäischen Union jährlich an den Folgen des Rauchens, davon sind über 40 Prozent unter 70 Jahre alt. Etwa 20 Prozent aller Todesfälle in der EU bei unter 70 Jährigen gehen auf das Rauchen zurück. Diese Zahlen sind sehr beeindruckend und finden kaum Platz im Bewusstsein aller Beteiligten.

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Warum Rauchen so gefährlich ist

An dieser Stelle soll nicht auf die einzelnen gesundheitsschädlichen Komponenten und Gifte des Rauchens eingegangen werden. Das dass Rauchen von Zigaretten zahlreiche tödliche Krankheiten verursacht ist mittlerweile unumstritten und die obigen Zahlen belegen die verheerenden Auswirkungen auf die Gesundheit und auch auf die Volkswirtschaften an sich.

Die Grundgefahr des Tabakkonsums liegt vermutlich in dem hohen Suchtpotential. Insbesondere wenn man Verhaltensweisen vieler Raucher beobachtet, wird einem schnell klar, dass der Konsum von Zigaretten mit einer starken Sucht bzw. Abhängigkeit einhergeht. So würden viele Raucher, sobald der Zigarettenvorrat zur Neige geht, unfassbare Unwege zu jeder Tages- und Nachtzeit in Kauf nehmen, um an Zigaretten zu kommen. Gerade solche unverhältnismäßigen Verhaltensweisen deuten auf eine starke Sucht hin. Aber auch das Gefühl ohne Tabak weniger leisten zu können, zeigt die starke psychische Abhängigkeit. So stecken sich häufig rauchende Studenten, welche eine Hausarbeit schreiben müssen, vor jedem neuen Kapitel erst einmal eine Zigarette an. Für Raucher besteht hierbei tatsächlich auch ein Fünkchen Wahrheit. Denn das Nikotin verlässt relativ schnell wieder den Körper. Dabei hinterlässt es ein Gefühl von Unbehagen, wodurch der Körper wieder nach Nachschub der Substanz verlangt. In einer solchen Situation dürfte der weitere Konsum von Nikotin tatsächlich Konzentrationsfördernd wirken, da das Gefühl des Unbehagens wieder entfernt wird. Nichtraucher kommen in eine solche Situation erst gar nicht, wodurch diese alles in Allem Leistungsfähiger sein sollten.

Ausmaße der Sucht nach Nikotin

Die Sucht nach Nikotin hat im Wesentlichen zwei Aspekte. Gerade einer der bekanntesten Akteure, Allen Carr, hat in diesem Bereich Pionierarbeit geleistet. Mit seinen Ausgaben von Allen Carr – Easy way to stop smoking (zu Deutsch: Endlich Nichtraucher), wurden eine Reihe von Zusammenhängen sehr einfach und deutlich beschrieben und zugleich in einfach umzusetzende Möglichkeiten dargestellt, um mit dem Rauchen aufzuhören.

So gut diese Handlungsanweisungen von Allen Carr auch sind, so vermögen auch diese nicht eine Garantie auszusprechen um von der Sucht loszukommen. Denn die Abhängigkeit von Nikotin ist im Wesentlichen eine psychische Abhängigkeit. Diesen Sachverhalt hat auch Allen Carr beschrieben und dem ist kaum zu wiedersprechen. Die körperliche Abhängigkeit ist lediglich in den oben genannten Gefühl des Unbehagens vorhanden. Sobald das Nikotin vollständig den Körper verlassen hat und keines mehr hinzugefügt wird, erübrigt sich dieses Gefühl. Ein Entzug von Nikotin ist hierbei nicht mit Schmerzen oder Halluzinationen verbunden. Die psychische Abhängigkeit ist dagegen enorm. Dies liegt insbesondere auch an der Gesellschaftsfähigkeit des Zigarettenkonsums. Dadurch wird es möglich, den Konsum mit zahlreichen Situationen zu kombinieren. Zum Beispiel die Zigarette nach dem Essen, zum Bier, zur Hausarbeit, beim Autofahren, zum Fußball gucken etc…. Diese Liste kann beinahe unendlich fortgeführt werden. Gemeinsam haben diese Situationen, dass es sich um banale Alltagssituationen handelt und damit der Konsum ein Bestandteil des Alltages ist. So werden Menschen, welche vom Rauchen abgekommen sind, noch Jahre nach der Sucht häufig bei solchen Situationen an das Suchtverhalten vergangener Tage erinnert.

Um mit dem Rauchen aufhören zu können, ist es daher sehr wichtig sich klar zu machen, dass die Abhängigkeit vom Kopf ausgeht und nicht körperlicher Natur ist. Allen Carrs – Easy way to stop smoking (zu Deutsch: Endlich Nichtraucher) kann tatsächlich eine sehr effektive Unterstützung bieten, um mit dem Rauchen aufzuhören. Zumindest bietet es logische Argumente und Sachverhalte, welchen es jeden zunächst schwer machen dürfte einfach weiter zu rauchen. Und dennoch kann mit ein wenig Zeit die Erinnerung an vielen Argumenten verblassen und bei einer feuchtfröhlichen Situation erneut der Griff nach der Zigarette erfolgen. Solche Situationen dürfen dann jedoch lediglich Ausreißer sein und nicht der Anstoß für eine erneute Sucht.

Zuschüsse von Krankenkassen und Allen Carr

Laut der Easywell GmbH, welche Allen Carr Nichtraucherseminare anbietet, erfüllen die Seminare die Merkmale zur Bezuschussung im Rahmen des §20 Abs. 1 + 2 vom 2. SGB V vom 27.08.2010. Mit einer Seminar-Anmeldung kann somit eine Beantragung eines Zuschusses bei der gesetzlichen Krankenkasse erfolgen.

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