MIND-Diät – Die Diät gegen Demenz

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Foto: ©iStock.com/Yuri
Die Auswertung einer Langzeitstudie mit 920 Personen zwischen 58 und 98 Jahren zeigt nun, dass unsere Ernährung tatsächlich einen überaus großen Einfluss auf die Gehirnfunktion hat.

Der Leiter des Instituts für Ernährungswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität in Gießen untersucht bereits seit Jahre die Wirksamkeit verschiedener Ernährungsformen im Hinblick auf Demenz.

Etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Alzheimer und schon 2030 rechnet man mit einer Verdoppelung der Krankheitsfälle. Die MIND-Diät soll nun helfen das zu verhindern. Denn die Menschen, die sich so ernähren sollen ein geringeres Risiko haben an einem neurodegenerativen Prozess wie Alzheimer zu erkranken.

Der Leiter des Instituts für Ernährungswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität in Gießen untersucht bereits seit Jahre die Wirksamkeit verschiedener Ernährungsformen im Hinblick auf Demenz. Seit langem weiß er daher auch, dass der Verzehr von Obst, Gemüse und ungesättigten Fettsäuren positiv bei der Vorbeugung von Alzheimer wirken.

Die Auswertung einer Langzeitstudie mit 920 Personen zwischen 58 und 98 Jahren zeigt nun, dass unsere Ernährung tatsächlich einen überaus großen Einfluss auf die Gehirnfunktion hat.

Der erste Teil der an der Studie teilnehmenden Probanden ernährte sich nach der speziellen MIND-Diät. Der zweite Teil der Patienten nahm viel gedünstetes Gemüse, Olivenöl und wenig Fleisch zu sich, wie es die Mittelmeer-Diät empfiehlt. Die Teilnehmer der dritten Gruppe aßen nach der Dash-Diät, die fleisch- und salzarm ist und den Blutdruck senken soll.

Die Studie zeigte, dass die Probanden der MIND-Diät-Gruppe das Risiko an Alzheimer zu erkranken um 53 Prozent reduzieren konnten. Sie ernährten sich von Obst und Gemüse, nahmen aber auch fettreichen Fisch, wie Kabeljau, Lachs und Makrele, zu sich. Auf ihrem Speiseplan standen zudem Nüsse und Olivenöl sowie Wein, Beeren und Geflügel. Trotz nicht ganz strenger Einhaltung der MIND-Diät konnte die Gruppe das Alzheimer-Risiko um 53 Prozent senken.

Die anderen beiden Ernährungsformen reduzierten das Risiko an Alzheimer zu erkranken zwar auch, aber lange nicht so deutlich und nur dann, wenn sie strikt eingehalten wurden.

Das ist bei der MIND-Diät zu beachten:

  • Kein Eisen oder Kupfer in Form von Kapseln, das soll die Zellen schädigen können
  • Omega-3-Fettsäuren von fettreichem Fisch bevorzugen
  • Alpha-Linolensäure aus Leinöl oder Walnüssen zu sich nehmen.
  • Smoothies aus Obst und Gemüse trinken
  • Vitamin E aus Nüssen oder Sonnenblumen-Öl in den Speiseplan einbauen
  • keine Nahrungsergänzungsmittel einnehmen

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Quelle: www.rp-online.de

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