Mers erstmals in den USA nachgewiesen

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Die ersten Symptome sind Kurzatmigkeit, Fieber und Husten, nach einer Untersuchung und Identifikation des Virus werden die Patienten umgehend isoliert.

Das Coronavirus Mers wurde am Freitag, dem 2. Mai 2014, erstmals bei einem Patienten in den USA entdeckt. Die Infektion verläuft bei einem Drittel der Betroffenen tödlich. Mers ist ein SARS-ähnliches Virus, unterscheidet sich aber vom humanpathogenen Betacoronavirus SARS-CoV deutlich durch die Genomsequenz.

Mers-Entstehung in Saudi-Arabien

Mers wurde 2012 identifiziert, 2013 starb ein Münchner Patient daran. Er hatte ebenso wie der aktuelle US-Patient aus Indiana einen Aufenthalt in Saudi-Arabien absolviert, wo Mers offenbar entsteht und durch Fledermäuse und Kamele, aber kaum von Mensch zu Mensch übertragen wird. Die ersten Symptome sind Kurzatmigkeit, Fieber und Husten, nach einer Untersuchung und Identifikation des Virus werden die Patienten umgehend isoliert. Die US-Gesundheitsbehörde CDC nannte das aktuelle Risiko für die US-Bevölkerung gering, man sei auf das Auftreten von Mers vorbereitet gewesen. Allerdings hatte der Patient nach seiner Einreise in die USA per Flugzeug noch eine Überlandfahrt mit dem Bus unternommen. Alle Flug- und Buspassagiere aus den betreffenden Linien werden aktuell untersucht.

Unklare Ausbreitung von Mers

Der Mers-CoV-Erreger (von Middle-East Respiratory-Syndrome Coronavirus) ist noch zu jung, um genauer bekannt zu sein. Den genauen Ausbreitungsweg kennt man daher nicht. Die WHO registrierte seit September 2012 in Saudi-Arabien 396 Todesfälle, geht aber von einer höheren Dunkelziffer aus. Die Zahlen nehmen offenbar stark zu, auch aus Ägypten wurde bereits ein Fall gemeldet.

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