MDK: Behandlungsfehler weiter auf dem Vormarsch

behandlungViele Behandlungsfehler in den Bereichen der Orthopädie, der Chirurgie, der Zahnmedizin, der Inneren Medizin und der Gynäkologie – Ein aktuelles Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) brachte es ans Licht: In über 30 Prozent der Fälle erhärtet sich der Verdacht eines Behandlungsfehlers nach Patientenbeschwerden.

Das Gutachten hatte rund 12.500 Beschwerden aus dem Jahr 2012 untersucht, in 31,5 Prozent lag tatsächlich ein Behandlungsfehler vor. In über 60 Prozent waren Krankenhäuser betroffen, wiederum 30 Prozent davon wurden als Behandlungsfehler bestätigt. Bei den Vorwürfen gegen Ärzte konnten 36 Prozent von den Gutachtern festgehalten werden. Vor allem im Bereich der Orthopädie, der Chirurgie, der Zahnmedizin, der Inneren Medizin und der Gynäkologie waren Vorwürfe zu verzeichnen, wobei der Medizinische Dienst darauf hinwies, dass längst nicht jeder Vorwurf mit der tatsächlichen Anzahl der Fehler gleichzusetzen war.

Überproportional viele Fehler wurden in der Pflege, in der Zahnmedizin und in der Gynäkologie bestätigt. Liegt der Verdacht eines Arztfehlers vor, ist immer ein MDK-Gutachten einzufordern, erst danach entscheidet der Patient, welche Schritte er einleiten möchte.

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