Lungenkrebs: 85 Prozent der Erkrankungen durch Rauchen

BildtbkDer Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) gilt als eine der gefürchtetsten Krebsarten. Die Gründe dürften in der vergleichsweisen sehr komplizierten Krebserkrankung selbst und zudem in der sehr hohen Sterberate bei einer Lungenkrebserkrankung liegen. Dabei scheint es so, als könnte der überwiegende Teil der Erkrankungen verhindert werden, wenn der Konsum von Tabak unterbunden wird.

95 Prozent überleben die ersten 5 Jahre nicht

Der Lungenkrebs ist die Krebsart mit der höchsten Mortalität. Dabei sind heute von allen bösartigen Tumoren etwa ein Viertel Bronchialkarzinome. Hinsichtlich der Sterberate aufgrund einer Krebserkrankung, liegt der Lungenkrebs heute an erster Stelle in Europa. 95 Prozent der Erkrankten überleben die ersten fünf Jahre nach Entdeckung der Erkrankung nicht. Eine Zahl die Beeindruckt, sind die weltweiten Todesopfer: Knapp 1.400.000 Menschen sterben jährlich am Lungenkrebs. Dabei steht als Ursache überwiegend der Konsum von Zigaretten hinter den Erkrankungen.

Analysen zeigen, dass etwa 95 Prozent aller Erkrankten auch zugleich Raucher sind. Mindestens 85 Prozent der Erkrankungen sollen zumindest im Zusammenhang mit dem Nikotinkonsum stehen. Dabei wurde unlängst festgestellt, dass mindestens 100 Stoffe im Tabakrauch krebserregend sind. Insbesondere der Teer und eine ganze Reihe verschiedener Kohlenwasserstoffverbindungen sind dabei als Krebserregend identifiziert worden. Auch noch bei ehemaligen Rauchern ist das Risiko einer Erkrankung erhöht. Heute ist der Lungenkrebs die vierthäufigste Todesursache in Deutschland. Bei Männern liegt sie sogar auf den dritten Platz.

Die aktuellen Zahlen sind schockierend und zugleich werfen sie die alten Fragen zu den unnötigen Verursachern auf. Es ist kaum nachzuvollziehen, dass Menschen sich dieser sehr hohen Gefahr ohne einer entsprechenden Notwendigkeit aussetzen. Auch wenngleich viele Raucher immer noch glauben, dass der Krebs sie schon verschonen wird, da ja nicht jeder daran erkranken muss, so dürften jene Menschen überwiegend falsch liegen. Die Zahlen sprechen dafür eine zu eindeutige Sprache. Noch weniger nachvollziehbar ist, dass das Rauchen von Tabak bei solch hohen Opfern weiterhin legal bleibt. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Raucher meistens gar nicht selbst erklären können, welchen Vorteil oder Rausch der Konsum von Zigaretten ihnen ermöglicht. Dass es bei diesen Ergebnissen sich nur um eine sehr starke Suchtkrankheit handeln kann, sollten auch die politischen Führer sich eingestehen und entsprechend handeln. Die Opferzahlen sind einfach zu hoch, um dieses Problem einfach zu ignorieren.

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2 Kommentare

  1. Ein Verbot wird es nicht geben. Eher wird versucht langfristig die Bevölkerung mit unterschiedlichsten Maßnahmen vom Rauchen abzubringen.

  2. ganz gleich wie schockierend und schlimm die Zahlen sind; Raucher beeindruckt sowas wenn überhaupt nur für einen kurzen Augenblick. Der Verstand setzt irgendwann wieder aus und dann wird halt wieder geraucht. Die Zahlen werden einfach verdrängt. So ist das halt bei einer Sucht.

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