Luft in Flugzeug-Kabinen – Schädliche Dämpfe machen krank

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Foto: ©iStock.com/kivoart
Giftige Dämpfe in Flugzeug-Kabinen: Mehr als 140 Personen, meist Flugpersonal, wurden für die Studie untersucht.

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Seit Jahren wird darüber gestritten. Es geht um giftige Dämpfe in Flugzeug-Kabinen. Wissenschaftler aus Göttingen haben nun Ergebnisse einer aktuellen Studie präsentiert, die beweisen könnten, dass die schädlichen Stoffe tatsächlich aus den Triebwerken von Flugzeugen stammen.

Welche Folgen das für Piloten, Stewardessen und Passagiere auf lange Sicht gesehen hat, ist heute noch nicht absehbar. Die Zwischenfälle, die wahrscheinlich mit den giftigen Dämpfen in den Kabinen von Flugzeuge zusammenhängen, sollen sich jedoch häufen. Darum haben die Mediziner der Universität in Göttingen jetzt genau untersucht welche Symptome einer Krankheit durch welche Stoffe hervorgerufen werden können.

Mehr als 140 Personen, meist Flugpersonal, wurden für die Studie untersucht. Unmittelbar nach Flügen nahm man den Probanden Blut ab und untersuchte auch deren Urinproben.

Gift für Herz und Nerven – Gefahr aus den Triebwerken?

Die Ergebnisse zeigten, dass regelmäßig “flüchtige, organische Verbindungen (VOC) oder deren Abbauprodukte in den Proben der Teilnehmer nachweisbar waren. Herz-Kreislauf-System und Nerven werden durch diese Stoffe angegriffen. Außerdem reizen die Dämpfe die Atemwege.

Diese Stoffe werden vermutlich bei extremer Hitze in den Turbinen aus Ölen, Kerosin oder Mitteln zur Enteisung freigesetzt. Durch undichte Stellen im Bereich der Triebwerke gelangen diese Verbindungen dann in die Luft der Kabinen von Flugzeugen.

Obwohl es bereits genügend Vorfälle gab, hat man den wissenschaftlichen Nachweis bisher nicht eindeutig erbringen können. Bis heute vermutet man lediglich, dass durch diese Luft in den Flugzeug-Kabinen Krankheiten verursacht werden könnten. Dabei ist das Risiko bei Passagieren deutlich geringer, betroffen ist eher das Flugpersonal. Durch die Studie der Mediziner aus Göttingen konnte man nun neue Erkenntnisse gewinnen. Das Krankheitsbild des “aerotoxischen Syndroms” soll jetzt noch genauer untersucht werden.

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