Lernen mit Effizienz

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Studie zu effektiven Lernstrategien für Studenten

Für Schüler und Studenten können Prüfungen eine unerhörte Herausforderung darstellen, an der sie schlimmstenfalls scheitern. Das liegt einerseits an der schieren Menge des Lernstoffs, andererseits an den falschen Lernstrategien. Der Frankfurter Lernforscher Andreas Gold (Uni Frankfurt) stellt ein einer aktuellen Studie gemeinsam mit dem Münchner Professor Frank Fischer (Ludwig-Maximilians-Universität) effektive Lernstrategien für Studenten vor. Der Fokus liegt auf reduktivem und elaborativem Lernen, es gibt noch einige Methoden mehr.

Reduktiv oder elaborativ?

Reduktives Lernen reduziert – zumindest zunächst – auf die Essenz des Stoffes, die sich am ehesten durch die Überschriften erschließt, so die beiden Forscher. Der Stoff solle unter dem Aspekt der Überschrift gelesen werden, Studenten unterstreichen dann alles Wesentliche und lassen Nebeninformationen weg. Das fördert das fokussierte Verständnis. Beim elaborativen Lernen wiederum macht der Lernenden scheinbar das Gegenteil, denn er erweitert den Stoff um eigenes Wissen und stellt so Assoziationen her. Das gelingt beispielsweise, indem sich der Leser selbst Fragen zum Stoff stellt. Wie konnte der Autor diese These aufstellen? Ist sie wahr? Was weiß ich selbst zu diesem Thema? Jedoch folgt auch nach dem elaborativen Lernen wieder eine Fokussierung, denn der Studierende fasst das Kapital anschließend knapp, aber mit eigenen Formulierungen zusammen. Sind nun die beiden Methoden gegensätzlich zu betrachten, müssen sich Studenten für eine von beiden entscheiden? Keinesfalls, meinen die Forscher in ihrer Studie. Beide Lernmethoden helfen dabei, den neuen Stoff in ein logisches System – das des eigenen Gedächtnisses – zu integrieren und dieses System dabei behutsam zu erweitern. Das sei der beste Garant für den Lernerfolg, der auch durch weitere Assoziationen wie Bilder oder andere logische Strukturen unterstützt werden kann. Folgerichtig wird empfohlen, nach Lernstoff und eigener Tagesform eine der Lernvarianten anzuwenden – nötigenfalls auch abwechselnd während derselben Lerneinheit.

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