Leichte Kälte – Tödliche Gefahr?

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Foto: ©iStock.com/IS_ImageSource
Eine aktuelle Studie zeigt, dass eine leichte Kälte weitaus belastender für den Organismus sein könnte, als man bisher angenommen hat.

Extreme Hitze oder klirrende Kälte gelten schon immer als ausgesprochen ungesund. Eine aktuelle Studie, die über siebzig Millionen Todesfälle aus dreizehn Ländern der Erde untersucht hat, zeigt jetzt jedoch ganz andere, sehr aufschlussreiche Erkenntnisse. Demnach ist eine leichte Kälte weitaus belastender für den Organismus, als man bisher angenommen hat. Sie sorgt für etwa zwanzigfach mehr Todesfälle als moderate Wärme.

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Es ist die größte Studie, die bisher durchgeführt wurde. Sie zeigt auf, wie Temperatur und Gesundheit zusammenhängen. Deutschland wurde allerdings bei der Erhebung der Daten für Europa nicht berücksichtigt. Nur Spanien, Schweden Italien und Großbritannien kamen in der Auswertung der Wissenschaftler vor.

Leichte Kälte belastet uns eindeutig mehr

Bei zu warmem Wetter werden Herz und Kreislauf relativ stark strapaziert. Sind die Temperaturen deutlich zu niedrig, kommt es neben dieser Belastung zusätzlich noch zu Beschwerden der Atemwege und einer Schwäche des Immunsystems. Das könnte den Ausschlag für die erhöhte Sterblichkeit geben.

Die Studie zeigt, dass sich 7,29 Prozent aller Todesfälle bei leichter Kälte ereigneten. Jedoch nur 0,42 Prozent der Probanden starben an angenehm warmen Tagen. Das Erstaunliche daran ist ohne Zweifel, dass die extremen Temperaturen, eisige Kälte sowie auch starke Hitze, nur bei relativ wenigen Todesfällen eine tragende Rolle spielten.

Die meisten Menschen starben also bei „etwas“ zu kalten Temperaturen oder an „etwas“ zu warmen Tagen.

Im spanischen Madrid gab es die meisten Todesfälle bei acht und 25 Grad Celsius, also bei eigentlich sehr angenehmen Temperaturen. Bei Werten um den Gefrierpunkt oder darunter sowie bei heißen dreißig Grad gab es dagegen erstaunlich wenige Todesfälle. Für Spanien lässt sich somit eine Idealtemperatur für die Erhaltung der Gesundheit berechnen, die um die 22 Grad herum liegt.

Es wurden mittlerweile jedoch auch Zweifel an den Ergebnissen der Studie laut. Nach Meinung zweier Forscher fehlen zur korrekten Auswertung der Daten wichtige Informationen, wie Alter und Gesundheitszustand der Untersuchten. Aber auch der soziale Status der Probanden sowie die vorherrschende Luftverschmutzung zu Lebzeiten wurden ihrer Meinung nach nicht genügend berücksichtigt.

Die Wissenschaftler, welche die Studie veröffentlicht haben, sind jedoch ganz anderer Meinung. Sie möchten mit den Ergebnissen die zuständigen Gesundheitssysteme zum Nachdenken anregen.

Die Tatsache, dass nicht nur extreme Wetterereignisse als Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung verantwortlich sind sollte, ihrer Meinung nach, nicht länger übersehen werden.

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