Langes sitzen und Entstehung chronischer Erkrankungen realistisch?

Vergleichen und rechnen am PCSeit einiger Zeit erschrecken immer wieder Meldungen darüber, dass zu langes Sitzen sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Eine neue australische Studie kommt nun sogar zum Ergebnis, dass Menschen, welche täglich mehr als vier Stunden sitzend verbringen, ein erhöhtes Risiko tragen chronisch zu erkranken. Dieser Zusammenhang soll auch dann gelten, wenn ansonsten regelmäßige Bewegung und ein normales Körpergewicht vorhanden sind.

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Sitzen ein unabhängiger Risikofaktor für Diabetes?

Die Studie kommt zunächst zum Ergebnis, dass das Sitzen als unabhängiger Risikofaktor für Diabetes verantwortlich sein kann. Einen Zusammenhang zu anderen chronischen Krankheiten konnte jedoch vorerst nicht untermauert werden. Die Studie stellt eine Langzeitstudie dar, welche sich insbesondere mit dem Thema „gesundes Altern“ auseinandersetzt.

Aussagekraft der Studienergebnisse

Die Ergebnisse der Studie dürften noch nicht als wissenschaftlich anerkannt gelten, denn eine Bestätigung der Ergebnisse bzw. eine Überprüfung der getroffenen Hypothesen ist noch nicht erfolgt. Dementsprechend werden auch Zweifel gegenüber den Ergebnissen bereits geäußert, auch wenn gleich die Autoren der Studie vom Zusammenhang der Sitzdauer und den Auswirkungen für die Entstehung von chronischen Krankheiten überzeugt sind. Insbesondere der Zusammenhang von der Dauer des Sitzens und der Entstehung der Krankheiten werden hierbei intensiv diskutiert. Dabei geht es gerade um die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung oder kurz ausgedrückt der Kausalität der beschriebenen Zusammenhänge. Kritiker vermuten, dass bereits bestehende chronische Erkrankungen die Mobilität beeinträchtigen und daher chronisch kranke Menschen entsprechend auch länger sitzen.

Sollten die Ergebnisse der Studie dennoch gegen jede Kritik einer Überprüfung standhalten, so müssten sich insbesondere viele Beschäftige, welche einer Tätigkeit im Sitzen nachgehen Gedanken machen. Neben den vielen Büroangestellten wären beispielsweise auch Busfahrer, Piloten, Taxifahrer, Programmierer, Autoren und viele andere Menschen Betroffen. Die Erarbeitung entsprechender Lösungen würde spätestens dann notwendig. Aber auch ohne die Bestätigung der Ergebnisse, dürfte es nicht schaden ein wenig mehr Bewegung in den Arbeitsalltag zu integrieren. Für Büroangestellte kann bereits die Bereitstellung eines flexiblen Steh- und Sitzarbeitsplatzes für mehr Dynamik sorgen. Daneben bieten sich für die allermeisten Berufstätigen auch Spaziergänge in den Pausen an.

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