Kritik an geförderten Berufsunfähigkeitsversicherungen

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Die geförderten Berufsunfähigkeitsversicherungen können deutlich teurer werden als herkömmliche Tarife der Berufsunfähigkeitsversicherung.

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Millionen Bundesbürger besitzen keinen ausreichenden Schutz gegen Berufsunfähigkeit. Das berichtet die WELT am 30.11.2013 unter Berufung auf die Finanzexperten von MLP. Die Mathematiker des Versicherungs- und Anlagevertriebs hatten die staatliche Förderung untersucht, die ab 2014 eine Berufsunfähigkeitsversicherung attraktiver machen sollen. Ihr Fazit: Die Produkte lohnen sich eher für Besserverdiener.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Was leistet das AltvVerbG?

Die Politik ist sich mit Versicherungsexperten und Verbraucherschützern einig: Alle nach 1960 Geborenen sollten in jedem Fall über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung verfügen, denn die Erwerbsminderungsrente wurde schon zu Beginn der 2000er Jahre für die Jahrgänge ab 1961 in ihren Leistungen drastisch eingeschränkt. Dabei läuft die Zeit gegen die heute über 50-Jährigen: Ihr Risiko einer Berufsunfähigkeit steigt, ihr Versicherungsschutz kann aber nur so gut sein, wie bislang eingezahlt wurde oder ab sofort eingezahlt würde. Das Gesetz mit dem sperrigen Namen “Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz” (AltvVerbG) soll es richten, hiermit fördert die Bundesregierung stärker als bislang die Vorsorge gegen Berufsunfähigkeit. Die MLP-Mathematiker warnen allerdings: Die geförderten Produkte könnten überdurchschnittlich teuer werden, bis zu dreimal höher als bei konventionellen Policen könnte die Tarife ausfallen.

Lebenslange BU-Rente kostet viel Geld

Der Hintergrund für die exorbitanten Preise ergibt sich aus der politischen Forderung für die Förderung: Die nach AltvVerbG geförderten Policen müssen eine lebenslange BU-Rente garantieren, während die bisherigen privaten Policen diese Rente nur bis zum Eintritt ins gesetzliche Rentenalter zahlen. Das kostet viel Geld und schreckt die Versicherungsnehmer ab, wie der Aktuar von MLP und Versicherungsmathematiker Christian Ball konstatiert. Der BdV-Vorsitzende Axel Kleinlein findet deutliche Worte der Kritik: Man rate den Verbrauchern von den teuren Policen ab, so der Chef des Bundes der Versicherten.

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