Krankenversicherungspflicht: Im Interesse der Versicherten?

studieMit einem interessanten Interview kann Spiegel online in diesen Tagen aufwarten: Das Magazin fühlte in einem Gespräch dem Verbandschef der privaten Krankenversicherung auf den Zahn. Auf den Tisch kamen dann auch einige spannende Themen, die sich im Wahljahr 2013 und angesichts einiger anstehender und wegweisender Entscheidungen rund um das deutsche Krankenversicherungssystem recht vielversprechend anhören.

Ablehnung der Krankenversicherungspflicht

Angefangen bei dem bekannten Vorwurf extremer Beitragssteigerungen in der privaten Krankenversicherung bis hin zu kaum bezahlbaren Prämien für ältere Versicherte reichte die Palette der Themen, die hier angesprochen wurden. Besonders interessant ist dabei eine Behauptung des Verbandes, nach der viele Menschen keinen Versicherungsschutz in der Krankenversicherung wollen. Der Verband bezieht sich damit auf die früher nicht Versicherten, die ihre Krankheits- und Behandlungskosten selbst getragen haben. Angesichts der im Jahr 2009 eingeführten Krankenversicherungspflicht ist das heute aber nicht mehr möglich. Dessen ungeachtet dürfte diese Personengruppe einen Teil der Nichtzahler in der PKV ausmachen.

Insgesamt gibt das Interview einige spannende Eindrücke zum Für und Wider der privaten Krankenversicherung. Der objektive und interessierte Leser wird aber wesentliche Details vermissen. Mit belegbaren und objektiv fundierten Zahlen kann Spiegel online in dem Interview nämlich leider nicht aufwarten. Sollten diese tatsächlich vorliegen, wäre das Gespräch sicher noch einmal deutlich aussagekräftiger gewesen.

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