Krankenversicherungen die Rechte der Patienten sollen gestärkt werden

Patienten zukünftig mit besseren Rechten? Die kleinere Partei unserer aktuellen Bundesregierung präsentiert in diesen Tagen ein Gesetz, dass die Rechte von Patienten deutlich stärken soll – und zwar sowohl der Versicherten in der privaten Krankenversicherung (PKV) als auch der gesetzlich Versicherten. Es geht um die Bereiche Information, Risiko, Dokumentation, Behandlungsfehler, Bezahlung, Schadenersatz und Beschwerdemanagement, die zukünftig zugunsten der Versicherten gestaltet sein sollen. Aus den Reihen des PKV-Verbands war allerdings zu hören, dass das Gesetz für Versicherte in den privaten Krankenkassen kaum wirkliche Neuerungen erhalte, da es hier bereits selbstverständlich sei.

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Gründe für die Verbesserung der Patientenrechte

Nach aktuellen Zahlen sterben derzeit etwa 100.000 Menschen durch Ärztefehler. Diese Zahlen sind der Grund für die Verbesserung der Patientenrechte. Das Gesetz zielt auf maßgebliche Verbesserungen in der Weitergabe von Informationen ab. Danach sollten Ärzte ihre Patienten in Zukunft ausführlicher informieren müssen, welchen Eingriff man vornimmt und welche Risiken bestehen können.

Weitere geplante Patientenrechte

Auch eine Patientenakte muss in manueller oder elektronischer Form geführt werden, der Patient hat im Zweifel Einsicht in die Akte zu erhalten. Die Patientenakte ist lückenlos zu führen, im Fall eines Gerichtsverfahrens gelten nicht dokumentierte Maßnahmen als nicht durchgeführt. Die Auflagen gelten nicht nur für Ärzte, sondern auch für Krankenhäuser, denn nur mit der lückenlosen Aufklärung und Dokumentation kann es zu einer nachhaltigen Stärkung der Patientenrechte kommen.

Tipps der Redaktion:

Vorschlag Begrüßenswert

Der neuerliche Vorschlag der FDP ist mit Blick auf eine Verbesserung der Transparenz im Gesundheitswesen durchaus zu begrüßen. Gerade erst im letzten Sommer konnte anhand von falschen Krankenhausabrechnung erahnt werden, welche Folgen eine intransparente Gesundheitsversorgung haben kann (Wir berichteten). Die geplanten Maßnahmen können somit nicht nur zur Verbesserung der Patientenversorgung führen, sondern auch eine effizientere Gesundheitsversorgung ermöglichen. Eine weitere Folge dessen können dann günstigere Beiträge für die Krankenversicherungen sein.

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