Krankentagegeld: Ein Muss für Selbständige

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Aktuelle Befragung zeigt große Angst von Selbständigen vor einer längeren Arbeitsunfähigkeit

Eine aktuelle Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov brachte es an den Tag: Viele Selbständige leben in ständiger Furcht vor einer längeren Arbeitsunfähigkeit. Rund zwei Drittel der Befragten gaben an, eine Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder durch einen Unfall als größtes Risiko für ihren Betrieb zu sehen. Mit weitem Abstand folgten die Angst vor Rechtsstreitigkeiten und vor Einbrüchen und Diebstahl auf den Plätzen zwei und drei.

Besonders die Betriebe mit einem Nettoeinkommen von über 2.500 Euro pro Monat sehen in der Arbeitsunfähigkeit ein gravierendes Risiko. Auch ist eine Arbeitsunfähigkeit für Selbständige in den neuen Bundesländern nach Aussage von 62 Prozent der Befragten weniger dramatisch als für Selbständige in den alten Bundesländern, denn hier fühlen sich immerhin 70 Prozent der angesprochenen Teilnehmer beunruhigt.

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Der Hintergrund solcher Ängste ist verständlich: Die berufliche Existenz von kleinen Betrieben basiert häufig einzig und allein auf der Arbeitskraft des Unternehmers. Doch die Aussage der Befragten ist dennoch überraschend, denn mit einer soliden Absicherung lässt sich das Risiko des vorübergehenden Arbeitskraftverlustes gut unter Kontrolle halten. Geht es nämlich um eine kurzfristige Arbeitsunfähigkeit, ist ein Krankentagegeld die kostengünstige Versicherungslösung für Selbständige. Während man als Arbeitnehmer von der Krankenversicherung ein Krankentagegeld erhält, das bis zu sechs Monate lang nach der erstmaligen Krankschreibung gezahlt wird, müssen Gewerbetreibende und Freiberufler dieses Krankentagegeld bei ihrer privaten Krankenversicherung zusätzlich absichern.

Empfehlenswert ist ein Tagessatz, der bei monatlicher Auszahlung mindestens das regelmäßige Einkommen ersetzt. Der Abschluss eines Krankentagegeldes muss nicht übermäßig teuer sein, der Tarif wird in der Regel bei der versichernden Krankenkasse als zusätzliche Leistung abgeschlossen. Allerdings handelt es sich keineswegs um eine Pflichtversicherung für Selbständige. Hier unterscheiden sich die Regelungen für Selbständige deutlich von den Regeln für Arbeitnehmer. Angesichts dieses Untersuchungsergebnisses der Generali wird allerdings deutlich, wie groß der Aufklärungsbedarf bei vielen Selbständigen offenbar ist.

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1 Antwort

  1. Das ist halt einer der Entbehrungen die Selbständige tragen müssen. Wenn ich immer höre wie der eine oder andere vom „Selbständigen arbeiten“ romantisiert, muss ich mich stets zurückhalten denen die Illusionen nicht zu nehmen. Klar will jeder sein eigener Boss sein. Aber das gibt es nicht umsonst und schon gar nicht mit weniger Arbeit oder weniger Risiko. Wer selbständig ist, muss praktisch rund um die Uhr sich mit dem Thema beschäftigen. Das wirtschaftliche Risiko ist hoch. Die Krankenversicherungsbeiträge sowieso; zumindest in der GKV. Wer denkt er wäre in der PKV besser aufgehoben muss schon zu den besserverdienenden Selbständigen gehören, sonst könnte es ein böses Erwachen im Alter geben! Dann tatsächlich mit der Selbständigkeit ein angemessenes Gehalt zu verdienen ist deutlich schwerer als viele denken. Zu guter Letzt kann man entspannende Urlaubswochen erstmal vergessen. Selbständigkeit hat wie gesagt mit viel Entbehrungen zu tun.

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