Krankenkassenwechsel

Krankenkassenwechsel – so klappt der Wechsel der gesetzlichen Krankenversicherung

Krankenkassenwechsel
Generell hat jeder, der gesetzlich versichert ist, das Recht auf einen Krankenkassenwechsel und somit darauf, sich seine Krankenkasse selbst auszusuchen. Damit soll der Wettbewerb zwischen den einzelnen GKV, also zwischen den gesetzlichen Krankenversicherern, gestärkt werden. Somit steht es jedem Krankenversicherten frei, sich bei der GKV seiner Wahl versichern zu lassen. Einzige Voraussetzung hierfür ist erst einmal, dass diese ihre Leistung im entsprechenden Bundesland anbietet. Für Angestellte ist es zudem möglich, sich bei einer Krankenkasse zu versichern, die im Bundesland der Zentrale des Arbeitgebers sitzt.

Fristen und Sonderkündigungsrecht

Krankenkassenwechsel FristenUm die bestehende Krankenkasse kündigen und wechseln zu können, gilt es jedoch, sich an bestimmte Stichtage zu halten. So muss zum einen ein Versicherungszeitraum von 18 Monate bei der aktuellen Krankenversicherung bestehen. Ab dem 01.01.2021 ist eine Bindungsfrist von nur noch 12 Monaten vorgesehen. Ist dies der Fall, kann der Versicherte jederzeit mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende hin kündigen. Wird die reguläre Kündigung bei der aktuellen gesetzlichen Krankenversicherung, als Beispiel im Oktober übermittelt, endet der Krankenversicherungsvertrag mit dieser zum 31. Dezember, 0 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt tritt nahtlos die neue gesetzliche Krankenversicherung beim gewählten Versicherungsträger in Kraft.

Neben dieser regulären Art zu kündigen, hat der Versicherungsnehmer ebenfalls ein Sonderkündigungsrecht. Dieses kommt immer dann zum Tragen, wenn die aktuelle gesetzliche Krankenversicherung den Zusatzbeitrag erhöht. Ausgenommen hiervon sind freiwillig Versicherte, die bei der GKV einen Wahltarif abgeschlossen haben. Dieses Sonderkündigungsrecht gilt ebenfalls, wenn die bisherige Versicherung noch keine 18 Monate besteht. Um von dem Recht auf einen Krankenkassenwechsel aufgrund der Beitragserhöhung Gebrauch machen zu können, muss dem gesetzlichen Krankenversicherungsträger die Kündigung spätestens in dem Monat schriftlich zugestellt werden, in dem die Beiträge erhöht werden.

Wichtig ist, dass ebenfalls in diesem Sonderfall eine Kündigungsfrist von zwei Monaten gilt. Erhöht die GKV den Zusatzbeitrag zum 1. November, kann bis Ende November gekündigt werden. Wirksam wird die Kündigung jedoch erst zum 31. Januar. Somit ist ein Krankenkassenwechsel zum 1. Februar möglich. Das bedeutet, das der erhöhte Beitrag in jedem Fall bis zum Ende des Versicherungsverhältnisses bei der aktuellen gesetzliche Krankenversicherung zu bezahlen ist – in diesem Beispiel also bis Ende Januar.

Info GKV WechselHinweis:

Dieses Sonderkündigungsrecht gilt nicht, wenn die GKV den Zusatzbeitrag senkt.

So führen Sie den Krankenkassenwechsel zuverlässig durch

Neben den bereits erwähnten Fristen ist es wichtig, dass die Kündigung schriftlich bei der aktuellen GKV eingeht. Am sichersten gelingt das, wenn das Kündigungsschreiben direkt vor Ort gegen eine Bestätigung abgegeben wird. Alternativ ist die postalische Zustellung als Einschreiben zu empfehlen. So kann im Zweifelsfall immer nachgewiesen werden, zu welchem Datum das Schreiben der Krankenversicherung zugegangen ist.

Bevor jedoch mit dem Gedanken gespielt wird, den aktuellen Versicherungsträger gegen einen Neuen zu tauschen, sollte ein Krankenkassen-Vergleich erfolgen. Wichtig ist in diesem Bezug die Höhe des Zusatzbeitrags, die freiwilligen Zusatzleistungen sowie der angebotene Service der neuen gesetzlichen Krankenkasse.

Insbesondere die Höhe des Zusatzbeitrags kann sich bei den einzelnen GKV erheblich unterscheiden. So gibt es Versicherungsträger, die keinen Zusatzbeitrag erheben und solche, die mehr als zwei Prozent verlangen. Somit schwankt die Gesamtbeitragshöhe.

Zudem sind die freiwilligen Zusatzleistungen interessant. Hierunter fallen etwa die Homöopathie, ein Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung, zusätzliche Impfungen, Osteopathie und vieles mehr. Ein Vergleich kann sich also lohnen. Denn je nachdem, was individuell wichtig ist, lässt sich so nicht nur die günstigste Krankenversicherung finden, sondern die, die am besten auf die persönlichen Ansprüche zugeschnitten ist.

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