Kräfteverfall

LexikonEine Berufsunfähigkeitsversicherung versichert Berufstätige gegen den Verlust der Arbeitskraft mit den resultierenden finanziellen Folgen. Die Ursachen dafür liegen in gesundheitlichen Gründen wie Krankheit, Körperverletzung, Pflegebedürftigkeit oder einem Kräfteverfall.

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Kräfteverfall und Eintritt Leistungsfall der Berufsunfähigkeitsversicherung

Nach dem Paragraph 172 Abs. 2 des Versicherungsvertragsgesetzes und nach den Versicherungsbedingungen der Versicherer wird ein „mehr als altersbedingter Kräfteverfall“ verlangt, damit der Leistungsfall der Berufsunfähigkeitsversicherung eintritt. Der Kräfteverfall muss also über die Norm und über das normale Maß deutlich hinaus gehen.

Ungeachtet dessen sehen einige Versicherer in ihren Versicherungsbedingungen eine Klausel vor, nach der ein „einfacher Kräfteverfall“ ausreicht, der folglich nicht über das altersbedingte Maß hinaus geht. Die aktuelle Rechtsprechung ist an dieser Stelle durchaus uneinheitlich, und auch die Versicherungsbedingungen der Gesellschaften sind recht heterogen. Als Maßgabe für den Versicherten kann aber gelten, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung den Kräfteverfall schützen soll, der über das normale Maß mit zunehmendem Alter hinaus geht. Ein altersbedingter Kräfteverfall wäre nach dieser juristischen Auffassung nicht mit der Berufsunfähigkeitsversicherung zu versichern. Dies kann letztlich nicht das Ziel der Berufsunfähigkeitsversicherung sein. Die Klausel des einfachen Kräfteverfalls in den Versicherungsbedingungen sollte deshalb eher als zugkräftige Werbemaßnahme verstanden werden, nicht aber als Versicherungsbedingung, auf die sich die Rechtsprechung im Zweifel berufen wird.

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