Kostensenkung durch Bürgerversicherung?

buergerversicherungBürgerversicherung soll durch höhere Lohnnebenkosten die gesamte Wirtschaft belasten – Wer die Diskussion um die Zukunft der privaten Krankenversicherung aufmerksam verfolgt, trifft auch auf den Vorschlag einer Bürgerversicherung, die die gesetzliche Krankenversicherung und die private Krankenversicherung nach der nächsten Bundestagswahl zu einem einheitlichen Gesundheitssystem verschmelzen will.

Jetzt gehen die Wirtschaftswoche und das Handelsblatt auf eine Studie ein, nach der eine Bürgerversicherung die gesamte Wirtschaft in massive Bedrängnis stürzen könnte, denn angeblich sollten die Lohnnebenkosten durch die Einführung der Bürgerversicherung drastisch steigen. Ein Online-Rechner will betroffene Unternehmen auf die drohenden Mehrkosten hinweisen, mit Hilfe des Bürgerversicherungsrechners könnten Firmen diese sogar ausrechnen.

Höhere Lohnnebenkosten durch Erhöhung oder Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze

Betroffen seien alle Wirtschaftszweige, und wie die Studie nachweist, würden die Lohnnebenkosten nur im Bäckereigewerbe zwischen 2,1 Prozent und 2,7 Prozent sinken. Das wiederum liege vor allem an den geringen Löhnen, denn besser bezahlte Tätigkeiten würden ausschließlich zu höheren Lohnnebenkosten führen, argumentiert die Studie.

Verursacht wird dieser Effekt durch die entfallende Beitragsbemessungsgrenze oder durch eine Erhöhung dieser Grenze, wie es die Oppositionsparteien in ihren Konzepten zum Teil vorsehen. Insgesamt gibt es derzeit mehrere Studien, die das Konzept der Bürgerversicherung durchaus mit widersprüchlichen Aussagen beleuchten. Man darf also gespannt sein, in welche Richtung sich die Diskussion um die Krankenversicherung in den nächsten Monaten als potenzielles Wahlkampfthema entwickeln wird.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.