Koalitionsverhandlungen und die Zukunft der privaten Krankenversicherung

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Assekurata: Altersrückstellungen sichern PKV-Existenz
[Adsenseresp]Die Zukunft der privaten Krankenversicherung ist derzeit ein Thema in den Koalitionsverhandlungen. Das war nicht anders zu erwarten, denn die Berichterstattung der vergangenen Monate hatte vermuten lassen, dass ein erheblicher Handlungsbedarf besteht, dem sich die neue Regierung würde stellen müssen. Nun diskutieren CDU und SPD, wie es mit der PKV weitergehen soll. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die Übertragbarkeit von Altersrückstellungen auf einen neuen Versicherer, wenn ein Wechsel der Gesellschaft angestrebt wird. Das Analysehaus Assekurata warnt ausdrücklich vor der Portabilität der Altersrückstellungen. Sie könnten die Zukunft der PKV-Versicherer massiv gefährden.

Die Assekurata begründet ihre Aussage damit, dass Verträge, die vor dem 01. Januar 2009 abgeschlossen wurden, eine Übertragbarkeit der Altersrückstellungen gar nicht vorgesehen hatten. Deshalb wurde dieser Ansatz in der Berechnung der Beiträge auch nicht eingerechnet. Würde man die vor diesem Zeitpunkt gebildeten Rückstellungen per Gesetz übertragen lassen, entsteht eine Lücke im Risikodeckungskapital der Gesellschaften. Damit wäre es nicht mehr möglich, die Beiträge im Alter sicher auf einem konstanten Niveau zu halten, die Existenz einiger Versicherer wäre massiv gefährdet. Die Leidtragenden wären in solchen Fällen die Versicherten, denn sie müssten mit steigenden Beiträgen den Kapitalverlust der Gesellschaften ausgleichen.

Geht es nach der Assekurata, sollte vielmehr das unternehmensinterne Wechselrecht von einem Tarif in einen anderen optimiert werden. So hätten Kunden mehr Wahlfreiheit, der Versicherungsbedarf könnte durch einen internen Wechsel des Tarifs besser und günstiger gedeckt werden.

Unterstützt wird die Assekurata vom Verband der Privaten Krankenversicherung. Er wies am Rande einer Pressekonferenz in der vergangenen Woche in Berlin darauf hin, wie gefährlich die angestrebte Portabilität der Altersrückstellungen für die Versicherer und für die Kunden sein würde. Es scheint, als herrsche Einigkeit zwischen dem PKV-Verband und einigen der großen unabhängigen Analysehäuser. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Politik den einhelligen Warnungen verschließt oder ob sie ein offenes Ohr dafür zeigt.

[AdsenseBreitresp]

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